25 Jahre Fitstore24 Zanier: Die Zukunft beginnt jetzt!
Große Pläne hegt man in der Firmenzentrale in Debant: Die weitere Expansion auf Basis einer umfassenden Digitalisierung sowie bauliche Erweiterungen stehen auf dem Programm.
Ob und in welcher Dimension eine Firma erfolgreich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Eine klare Strategie und Positionierung am Markt, ein hoher persönlicher Einsatz, Mut zu Neuem und die Fähigkeit, flexibel auf sich ändernde Trends und Kundenanforderungen reagieren zu können, gehören ohne Zweifel dazu. Mitunter ist Erfolg auch eine Sache des richtigen Zeitpunktes – nämlich dann, wenn es gelingt, sich bietende Chancen zu ergreifen und rechtzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen. Einer, auf den vieles davon zutrifft, ist der Osttiroler Werner Zanier. Vor 25 Jahren hat er die Fitstore24 Zanier GmbH gegründet und die Firma aus kleinen Anfängen heraus zu einem breit aufgestellten Unternehmen beachtlicher Größe und hoher Innovationskraft ausgebaut. Mit drei Flagship Stores ist Fitstore24 Zanier in Nußdorf-Debant, Villach und Wien vertreten, beliefert heute als österreichweit agierender Großhändler den Fachhandel sowie Handelsketten wie Interspar oder Metro mit Fitnessgeräten, Infrarotkabinen sowie Fahrrädern und setzt im Bereich E-Commerce im gesamten deutschsprachigen Raum längst schon Maßstäbe. 100 MitarbeiterInnen sind im Unternehmen beschäftigt, das in den vergangenen Jahren ein steiles Wachstum erfahren hat.
„Gerade 2020 war fulminant, in vielerlei Hinsicht“, blickt Werner Zanier zurück. „Der Umsatz ist ab März förmlich explodiert, im Fahrrad-, wie im Fitnessgerätesektor. Von großem Vorteil waren unser breites Sortiment und eine gute Warenverfügbarkeit, sodass wir sowohl in den Fachgeschäften vor Ort als auch online massiv punkten konnten. Die Investitionen in die Digitalisierung, die wir in den Jahren davor umgesetzt haben, machten sich bezahlt. An starken Tagen besuchten bis zu 6.000 Kunden unseren Online-Shop.“
Nichtsdestotrotz führte die enorme Nachfrage den Unternehmer und sein Team bis an die Leistungsgrenzen. „Mir wurde irgendwann bewusst, dass wir eine kritische Größe erreicht haben und mit den bestehenden Strukturen und Abläufen nicht mehr weiterkommen werden“, so Zanier. Genau in dieser Situation tat sich, als eine Folge der Corona-Krise, für ihn eine Tür auf, die er als „großes Geschenk“ bezeichnet. Sohn Mario, Jahrgang 1982, Firmengründer von XT-Commerce und später als Manager für einen internationalen Konzern weltweit unterwegs, entschloss sich, nach Lienz zurückzukehren und in den Familienbetrieb einzusteigen. „Seit Oktober 2020 ist Mario nun mit dabei. Man könnte sagen, punktgenau zu einem Zeitpunkt, an dem wir vor großen Herausforderungen stehen. Unsere Vertriebsprozesse müssen verbessert und das gesamte Geschäftsmodell neu ausgerichtet werden. Und gerade in diesen Bereichen verfügt Mario über einen enormen Erfahrungsschatz, hat er doch in den vergangenen zehn Jahren für seinen Auftraggeber nichts anderes getan, als Firmen zu kaufen, zu durchleuchten, zu optimieren und skalierbar, also expansionsfähig, zu machen.“
Die Pläne für den Neubau einer Halle direkt neben dem Bestandsgebäude in Debant sind fertig, die Bauarbeiten sollen im Herbst starten.
Basierend auf einer gemeinsamen Analyse des Ist-Zustandes wurde ein Jahresplan für die Zeit bis Ende 2023 ausgearbeitet. „Wir haben die Ziele genau definiert und einen Maßnahmenkatalog erstellt. Darauf findet sich, als ein Punkt unter vielen, die Errichtung einer neuen Halle direkt neben dem bestehenden Firmengebäude in Debant“, lässt Zanier wissen. „Nach Fertigstellung des Neubaues im November 2021 wird sich das Firmenareal über 5.000 Quadratmeter erstrecken und uns genügend Raum für die Neustrukturierung aller Abläufe und zusätzlich etwa 20 neue Arbeitsplätze bieten.“ Ganz oben auf der ToDo-Liste steht auch die weitere Digitalisierung des Unternehmens. „Wir waren einer der ersten im Fitnessgeräte-Handel, die einen Online-Shop hatten“, erklärt der Fitstore24 Zanier-Chef und betont, dass er im E-Commerce-Bereich auch das größte Wachstumspotenzial für die Zukunft sieht. „Der Markt ist riesig. Um weiter expandieren zu können, müssen wir jedoch ein neues Online-Shop-System, eine leistungsfähigere, digitalisierte Lagerlogistik sowie weitgehend automatisierte Kommunikations- und Vertriebsprozesse etablieren. Dafür werden wir auch Mitarbeiter in für uns völlig neuen Berufsfeldern wie Content-Writer, IT-Experten oder Programmierer, aber auch zusätzliche Auftragsbearbeiter und Produktspezialisten benötigen.“
Werner Zanier mit seinen Söhnen Mario und Valentin in der Firmenzentrale in Nußdorf-Debant
Nicht ausschließen kann und will Werner Zanier, dass sich künftig auch das Produktsortiment wandeln könnte. „Derzeit liegt unser Fokus auf den Produktsparten Fahrrad, Fitnessgeräte und Infrarotkabinen, und daran wird sich in den nächsten 2,5 Jahren auch nichts groß ändern. Der Blick in die weitere Zukunft zeigt aber, dass vieles möglich ist. Sobald die Strukturen stimmen, könnte unser Geschäftsmodell genauso in anderen Marktbereichen reüssieren. Wer weiß, was in fünf Jahren ist. Ich bin immer offen für Neues und freue mich darauf, dies gemeinsam mit meiner Frau und der nächsten Zanier-Generation umzusetzen. Neben Mario interessiert sich auch schon mein 13-jähriger Sohn Valentin fürs Familiengeschäft!“
Text: Elisabeth Hilgartner, Fotos: Martin Lugger