Finanziell unabhängig sein – die Lienzer Sparkasse rät
Mit den Finanzen der Frauen steht es nicht zum Besten. Die Alterspension liegt durchschnittlich bei 1.064 €/Monat– das ist deutlich unterhalb der Armutsgrenze.
Die vielen Faktoren, die Frauen schlechter stellen, führen leider dazu, dass man sich Sorgen machen muss. Angesichts der 384.035 in Tirol lebenden Frauen sollten wir uns diesen Problemen aktiv stellen. Bernhard Gugganig,
MBA, Vorstand der Lienzer Sparkasse: „Frauen, die Kindererziehung übernehmen und in der Folge weniger Versicherungsjahre haben, tragen noch immer das volle Risiko einer niedrigeren Pension und einer höheren Altersarmut.“ Anders gesagt: Frauen erhalten im Schnitt um 42 % weniger Pension als Männer. „Gerade vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Lebensläufe mit langen Karenzzeiten und Teilzeitarbeit müssen sich Frauen finanziell besser aufstellen, um für die Zukunft vorzusorgen. Wichtig ist, dass sie sich selbst um ihre finanzielle Gesundheit kümmern. Zudem sollten sie sich angesichts einer Scheidungsrate von über 40 % in Österreich auch nicht zu sehr auf den Partner verlassen“, warnt Gugganig.
Mag. Bernhard Gugganig, Vorstand der Lienzer Sparkasse
Finanzielle (Un)abhängigkeit
Laut einer aktuellen Studie von IMAS im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen ist 76 % der Tirolerinnen eine finanzielle Unabhängigkeit von ihrem Partner, ihren Eltern und Kindern „sehr wichtig“. Bei den Männern sehen das nur 63 % so. Bernhard Gugganig: „Gleichzeitig sind Frauen deutlich häufiger auf eine finanzielle Unterstützung durch ihre Familie angewiesen.“ Während bei den Frauen für 40 % finanzielle Zuwendungen notwendig sind, sind es bei Männern nur 14 %. Unterschiede gibt es auch, wofür Männer und Frauen sparen. Während Frauen am häufigsten Geld für ihre Kinder und Enkelkinder beiseitelegen, sparen Männer häufiger Geld für ihre Partnerin.
Frauen setzen auf Sicherheit
Sparen ist bei den Tirolerinnen tief verankert. Bei der Produktauswahl zeigt sich ein Geschlechterunterschied. Frauen bevorzugen mehr Sicherheit bei der Geldanlage, während Männer risikoreicher unterwegs sind. Die Tirolerinnen greifen trotz Nullzinsphase und Inflation vor allem zum Sparbuch, gefolgt von Bauspar-Vertrag und Lebensversicherungen. Wertpapiere nutzen laut Studienergebnissen nur 31 % der Frauen. Bernhard Gugganig: „Erfreulich ist, dass es hier mittlerweile ein großes Umdenken gibt. Die Tirolerinnen erkennen, dass in einer Niedrigzinsphase wertvolles Geld auf dem Sparbuch an Wert verliert. Auch hier kann ich nur raten, die hervorragenden Beratungsleistungen in der Lienzer Sparkasse anzunehmen.“
Fotos: AdobeStock, Lienzer Sparkasse