Felbertauern: „Bypass“ in wenigen Wochen

Da sich die Situation nach dem Felssturz nach neuesten Berechnungen und Simulationen schwieriger darstellt als bisher angenommen, soll eine Umfahrungsstraße gebaut werden. Von einem „Plan B“ spricht Vorstandsdirektor Mag. Karl Poppeller von der Felbertauernstraße AG (FAG) in Bezug auf die geplante Umfahrungsstraße vom Matreier Tauernhaus bis zum Südportal des Felbertauern-Tunnels. „Aufgrund neuester Berechnungen und Simulationen können wir jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Sicherungs- und Räumungsarbeiten doch längere Zeit in Anspruch nehmen werden. Möglicherweise kann die Felbertauernstraße im heurigen Sommer nicht wieder eröffnet werden“, so Poppeller heute.

Um die Sommersaison für die Felbertauernstraße AG und für die Tourismuswirtschaft doch noch einigermaßen zu retten, plant die FAG in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Matrei, dem Wirt des Matreier Tauernhauses, Andreas Brugger, und weiteren Grundbesitzern eine Umfahrungsstraße im Bereich des derzeitigen „Pendlerweges“ zu errichten. Dazu soll eigens eine Straßeninteressentschaft gegründet werden. „Die Straße soll die Qualität einer guten Hofzufahrt haben, rund 1,2 Kilometer lang, asphaltiert, mit entsprechenden Leitanlagen versehen und einspurig befahrbar sein“, so Poppeller. Pkw und kleinere Lkw sollten so die Strecke vom Matreier Tauernhaus bis zum Tunnel-Südportal befahren können. „Die Straße führt über drei Kehren, ist aber für Anhänger und Sattelschlepper nicht geeignet“, betont der FAG-Vorstand.

Derzeit sei man dabei, die Behörden- und Genehmigungsverfahren für die Straßeninteressentschaft und die geplante Umfahrungsstraße abzuwickeln. „Ich hoffe, dass aufgrund der Notsituation und des hohen Interesses des ganzen Bezirkes die Verfahren zügig abgewickelt werden. Ich rechne mit nur wenigen Wochen“, so Poppeller. Die Bauzeit der Straße bemisst der FAG-Vorstand mit rund 1,5 Monaten. Heute Mittwoch wird wieder intensiv mit den Geologen beraten. „Mit Ende der Woche können wir dann schon mehr sagen“, so Karl Poppeller abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Symbolfoto: Gemeinde Matrei i.O.

29. Mai 2013 um