Erlebniswelt Assling: Drei Attraktionen – drei Jubiläen
In Anwesenheit von LH Platter beging man am 10.6. in Assling das 40-jährige Bestehen von Wildpark Assling und GH Bärenwirt sowie das 10-Jahr-Jubiläum der Sommerrodelbahn.
Bis ins Jahr 1973 reicht die Geschichte des einzigen Osttiroler Wildparkes mit angeschlossenem Gasthaus zurück. Damals wollten Vinzenz und Brigitta Lukasser aus Assling, die Eltern des heutigen Wildpark Assling-Chefs, Markus Lukasser, auf der „Pedretscher Alm“ eigentlich eine Jausenstation mit Übernachtungslager errichten. Aus dem ursprünglichen Vorhaben entwickelte sich die Idee, einen Wildpark zu installieren. Gemeinsam mit seinem Schwager Philipp Lukasser und Rudolf Diemling von der Landwirtschaftskammer gründete Vinzenz Lukasser 1974 deshalb die Wildpark Assling GmbH. Damit war der Grundstein für den Wildpark gelegt, der, gemeinsam mit dem ebenfalls neu errichteten Gasthaus Bärenwirt, am Muttertag des Jahres 1975 seine Pforten öffnete. Anfangs konnten die Besucher im Asslinger Wildpark ca. 20 bis 25 Tierarten beobachten, heute ist die Zahl der unterschiedlichen Arten auf 34 angestiegen. In den ersten Jahren schwankten die Besucherzahlen zwischen 13.000 und 25.000 pro Jahr, Anfang der 1990er-Jahre stand man angesichts gravierender Rückgänge knapp vor dem Aus. Mit Unterstützung von Gemeinde, TVB und Land Tirol konnte Familie Lukasser die Krise „durchtauchen“. Der Fall der Grenze und die Einführung des Euro bescherten der touristischen Infrastruktureinrichtung auf der Pustertaler Sonnenterrasse wieder deutliche Besucherzuwächse, vor allem aus dem Süden. Die Hälfte aller Gäste kommt seither von dort. Zum Jahrtausendwechsel zählte man wieder rd. 22.500 Besucher, in den Jahren 2007 bis 2010 konnte die Frequenz mit über 40.000 Gästen knapp verdoppelt werden. Auf Basis der kontinuierlichen Aufwärtsentwicklung und einer Förderungszusage entschloss man sich zur Errichtung eines Bauernladens mit Souvenirshop im Eingangsbereich, der nun seit 2004 das Angebot von Wildpark Assling und Gasthof Bärenwirt abrundet.
Die vor zehn Jahren mit Privatbeteiligung und mit einem Gesamtvolumen von 410.000 Euro realisierte Sommerrodelbahn der Fun Alpin Osttirol Sommerrodelbahn GmbH mit einer Länge von 360 Metern avancierte zu einem zusätzlichen wichtigen Frequenzbringer. 2010/2011 schließlich gelang es, die aktuell letzte Großinvestition zu verwirklichen – eine neue Anlage für Luchs, Esel und Schafe. Bis 2014 folgten erneut Besucherrückgänge, wobei neben der allgemein schwierigeren Wirtschaftslage vor allem die Eröffnung der Sommerrodelbahn in Lienz, nur 10 Kilometer von der Fun Alpin-Anlage in Assling entfernt, eine Rolle spielte. „Dort wurde eine direkte Konkurrenz zu unserer Bahn geschaffen“, kritisierten Wildpark Assling-Chef Markus Lukasser und Fun Alpin-Geschäftsführer Harald Stocker am 10. Juni vor den versammelten Ehrengästen des Jubiläumsabends. Landeshauptmann Günther Platter und der ebenfalls anwesende TVBO-Obmann Franz Theurl versprachen Unterstützung. Ein Paket für Gäste aus Südtirol mit einem Shuttlebus vom Bahnhof Thal zum Wildpark soll geschnürt werden. Das Land Tirol und der TVBO teilen sich außerdem weitere 10.000 Euro für den Tierpark, wo man als weitere Attraktion eine Anlage für Goldschakale plant. Für 2015 erwarten sich die Betreiber von Wildpark, Gasthaus und Sommerrodelbahn wieder einen Aufwärtstrend, wobei die Zusammenarbeit aller in der Marketinggemeinschaft der „Erlebniswelt Assling“ sehr von Nutzen ist, wie die heuer realisierte, neue smartphonefähige Website www.erlebniswelt-assling.at beweist.
Text: J. Hilgartner, Fotos: privat
