Erfolgreiches Osttiroler Familienunternehmen seit 60 Jahren
Mit rund 200 Gästen feierte die Unternehmerfamilie Dietrich am 4.5. gemeinsam mit ihren Mitarbeitern das 60-Jahr-Jubiläum der Gebr. Dietrich GmbH.
Familie Dietrich kann auf eine lange Unternehmensgeschichte zurückblicken. Begonnen hat alles vor 60 Jahren. Damals, im Jahre 1959, beschlossen die ursprünglich aus der Nordtiroler Gemeinde Zirl stammenden Brüder Friedrich, Leopold, Heinrich und Anton Dietrich, in der Osttiroler Gemeinde Lavant den Grundstein für ihren eigenen Betrieb zu legen. Auf einem rund 10 ha großen Grundstück am heutigen Standort in Lavant starteten sie mit dem Schotterabbau. Der Fuhrpark des Vier-Mann-Betriebes bestand aus zwei LKW der Marke Steyr, die Absiebung des Rohstoffes wurde ebenso wie die Beladung der LKW händisch durchgeführt.
Aus Anlass des 60-Jahr-Jubiläums lud man am 4.5.2019 im CineX zur filmisch dokumentierten Unternehmensgeschichte und zur Präsentation des neuen Imagefilms ein.
Viel Fleiß und Einsatz waren für die weitere Firmenentwicklung notwendig. 1963 wurden ein Seilzugbagger und weitere Gerätschaften angeschafft und zwei Jahre später die Schottergrube Leisach-Burgfrieden übernommen. Im Jahre 1968 gelang die Errichtung einer Brech- und Siebanlage zur Splittproduktion am Standort Leisach. In Lavant, dem Hauptsitz des Unternehmens, sicherten sich die Geschäftsinhaber einen weiteren Standort für den Kiesabbau durch Nassbaggerung.
Von Beginn an war es das Credo des Familienbetriebes, auf ein nachhaltiges Wachstum, eine gesunde Entwicklung und eine sichere finanzielle Basis zu setzen. Im Jahre 1980 wurde die Firmenstruktur in eine GmbH umgewandelt – bis heute ist „Gebr. Dietrich GmbH” der offizielle Firmenname geblieben. Die 80er- und 90er-Jahre waren nicht nur durch die erfolgreiche Abwicklung großer Aufträge, sondern infolgedessen auch durch eine erneute Erweiterung des Maschinen- und Fuhrparks sowie einen Ausbau der Aufbereitungsanlagen geprägt.
2002 erfolgte der Generationenwechsel an der Führungsspitze: Heinrich und Friedrich Dietrich gingen in Pension und übergaben ihre Anteile in jüngere Hände. Heute führen ihre Kinder, Sohn Dirk (von Heinrich) und Tochter Angelika (von Friedrich), das Unternehmen. Unter ihrer Leitung fiel 2013 die Entscheidung, sämtliche Standorte, Beteiligungen und Abbaurechte der Fa. B. Nagele zu übernehmen. Drei Jahre später, 2016, wickelte man die Gründung einer 100 Prozent-Tochter der Gebr. Dietrich GmbH – der Bstieler Erdbau GmbH mit Standort in Virgen – ab. Inklusive dem Schotterwerk in Thal-Assling und dem Gneis-/Granitsteinbruch in St. Johann i.W. verfügt der Osttiroler Traditionsbetrieb nunmehr über insgesamt sechs Standorte.
Die wichtigsten Geschäftsfelder stellen heute die Bereiche Erdbau und Transporte, die Produktion von Sand, Kies und Naturstein, Kran- und Hebearbeiten, das Recyceln von Bodenaushubmateral, Asphalt, Beton und mineralischen Baurestmassen sowie die Schneeräumung im Auftrag von Kommunen, Gewerbebetrieben und Privaten dar. Das Produktportfolio ist breit gefächert und umfasst Betonschlagstoffe (für die Betonproduktion), Hartstein (für den Asphaltstraßenbau), Bruchsteine (für den Wasser- und Natursteinmauerbau), Kantkornmaterialien (Splitt für Winterdienst etc.) und Rundkornmaterialien (z.B. für die Bekiesung von Flachdächern) ebenso wie Sand- und Splittprodukte (für die Estrichverlegung), Frostkoffer- und Planiermaterialien (für den Straßenbau) oder Sand-Humus-Mischungen (für Sickermulden bei der Oberflächenentwässerung).
Firmenmitgründer Heinrich Dietrich (rechts außen) mit Sohn Dirk und Enkel Philip
Der Mitarbeiterstand der Gebr. Dietrich GmbH ist mittlerweile auf 55 angewachsen. Gemeinsam mit ihrem Team wollen Dirk und Angelika Dietrich auch weiterhin den Ansprüchen des Marktes gerecht werden und sich zukünftigen Herausforderungen stellen. Dass das Unternehmen weiterhin ein Familienbetrieb bleiben dürfte, dafür sorgt bereits die Mitarbeit bzw. das Interesse der nächsten Generation.
Text: E. & J. Hilgartner, Fotos: Brunner Images, Archivbilder: Gebr. Dietrich GmbH



