Erfolgreicher Durchstich am Großglockner: Saison startet am 10. Mai
Die erst vor Kurzem zum beliebtesten Ausflugsziel der Österreicher gekürte Großglockner Hochalpenstraße ist ab Freitag, 10. Mai, wieder offiziell befahrbar.
Als Rekordwinter mit enormen Schneemengen im Jänner ist uns der vergangene Winter noch gut in Erinnerung. Für die Scheeräumteams der Großglockner Hochalpenstraße zeigte sich allerdings vorerst kein unüberwindbares Wetter-Szenario. „Die Glocknergruppe in den Hohen Tauern liegt im Einfluss der Südostströmung, und die heftigen Schneefälle betrafen im Winter eigentlich die Alpennordseite. Wir konnten wie geplant ab 8. April mit zwei Räumtrupps beidseitig der Straße mit der Beseitigung des Schnees beginnen. Dann kamen aber Ende April/Anfang Mai noch unerwartete Niederschläge in größeren Mengen, und das führte zu starken Lawinengefährdungen, die es zu beseitigen galt”, berichtet Peter Embacher, Chef der Schneeräumung.

Je acht Mann starteten nach erfolgter Sicherheitsprüfung durch die Lawinenkommission vor rund einem Monat in Heiligenblut in Kärnten und in Fusch in Salzburg die Rotationspflüge. Auf manchen Straßenabschnitten erreichte die Schneehöhe durch Verwehungen 8 bis 9 Meter. Doch für die gut organisierten „Oldtimer” kein Problem, denn die bereits mehr als 60 Jahre alten blauen „Rotationspflüge System Wallack” fräsen sich mit enormer Effizienz durch den Schnee.

„Die vom Erbauer der Straße, Franz Wallack, konstruierten Pflüge fräsen in Schichten, schleudern den Schnee bis zu 50 Meter weit und befreien das größte Denkmal Österreichs auf 48 Kilometern von Schnee und Eis. Heuer haben unsere Mitarbeiter so über 700.000 Kubikmeter Schnee weggeräumt”, berichtet Vorstand Johannes Hörl. Einer aktuellen Studie der „Allianz Partners” zufolge ist die Großglockner Hochalpenstraße nicht nur das größte Denkmal, sondern auch das sehenswerteste Highlight – noch vor dem Stephansdom, dem Prater oder Schönbrunn.
Für Biker, Motorrad- und Autofahrer ist die Durchzugsstraße ab 10. Mai wieder befahrbar. Die Stichstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe wird aufgrund der noch teilweise gegebenen Lawinengefahr erst zu einem späteren Zeitpunkt geöffnet.
Text: Redaktion, Fotos: grossglockner.at, Neumayr/Leo