Energiewende und Klimwandel: Ein guter Plan für Osttirol

30 Gemeinderät*innen erfuhren beim Info-Abend in Nußdorf-Debant, wie sie Klimaschutz vor Ort umsetzen können, um das Ziel „TIROL 2050 energieautonom” zu erreichen.

Die Energiewende und der Klimawandel zählen zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Dabei kommt den Tiroler Gemeinden eine zentrale Rolle zu. Wie diese einen guten Plan für die Zukunft schmieden, zeigen die Organisationen Energie Tirol, Wasser Tirol und Klimabündnis Tirol. Mit Unterstützung des Landes Tirol veranstalteten sie von 16. Mai bis 3. Juni fünf Infoabende unter dem Titel „Ein guter Plan: Energiewende und Klimaschutz vor Ort“. Rund 30 kürzlich gewählte Gemeinderät*innen aus 17 Gemeinden erfuhren am Freitag, 3. Juni, in Nußdorf-Debant, wie sie Klimaschutzmaßnahmen vor Ort umsetzen können, um das Ziel „TIROL 2050 energieautonom” zu erreichen.

Die Teilnehmenden des Infoabends erhielten grundlegende Informationen zu Klimawandel, CO2-Ausstoß und globaler Erwärmung. Auf eben diesen Erkenntnissen baut die Vision TIROL 2050 energieautonom auf. „Wir wollen verdeutlichen, dass Pessimismus uns lähmt und unsere ambitionierten energiepolitischen Ziele nur mit Hilfe eines lösungsorientierten Zukunftsoptimismus umsetzbar sind“, so Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol.

Im Laufe des Programms wurden den Gemeinden konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie Lösungen für die Zukunft aussehen. „Mit kleinen und großen Energiemaßnahmen tragen Gemeinden aktiv zur Erreichung von TIROL 2050 energieautonom bei und nehmen eine Schlüsselrolle auf dem Weg dorthin ein“, ergänzt Maria Legner von Klimabündnis Tirol.

Ergebnis des Austauschs in Nussdorf-Debant war eine Vielzahl von Ideen und teilweise bereits konkreten Vorhaben in den Bereichen (Elektro-)Mobilität, Biomasse, Photovoltaik und Förderungen. „Wir sind gespannt, was daraus entsteht und freuen uns schon auf die Umsetzung zahlreicher Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen in den Gemeinden“, so Rupert Ebenbichler, Geschäftsführer von Wasser Tirol. Er zeigte sich überzeugt, dass es in den Gemeinden zahlreiche Möglichkeiten zum Anpacken für Klimaschutz und Energieautonomie gibt.

Bei der Umsetzung stehen das Land Tirol, Energie Tirol, Klimabündnis Tirol und regionale Ansprechpersonen den Gemeinden mit Rat und Tat zur Seite. Die Organisationen stellten ihre Serviceleistungen unter dem gemeinsamen Dach TIROL 2050 energieautonom vor – von der Errichtung einer Ladestation für E-Autos über die Ausrichtung eines Green Events bis hin zur Teilnahme am e5-Programm und Aufruf zur Mitgliedschaft beim Klimabündnis.

Vorzeigebeispiele aus Osttirol

Die Vorstellung einiger bereits umgesetzter Good-Practice Beispiele aus dem Bezirk Lienz hat viele der Teilnehmenden inspiriert. So berichtete Bgm. Dietmar Ruggenthaler über die e5-Programm-Mitgliedschaft seiner Heimatgemeinde Virgen seit der ersten Stunde und davon, dass in diesen vielen Jahren zahlreiche Aktivitäten umgesetzt wurden. Klimaschutz- und Energiefragen brauchen einen langen Atem, so der Bürgermeister, der immer wieder neue Motivation aus gelungenen Umsetzungen und einem gut funktionierenden Netzwerk zieht.

Der Bürgermeister von Tristach, Markus Einhauer, gab einen Einblick in die Neugestaltung des Dorfparks. Dieser wurde gemeinsam mit der Landesabteilung Dorferneuerung und Studierenden der BOKU Wien entwickelt sowie von einem Landschaftsplanungsbüro geplant. Ziel war es, mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu schaffen. Auch die Gemeinde Obertilliach legt einen Schwerpunkt auf Mobilität und setzt zahlreiche Projekte um, wie Bürgermeister Matthias Scherer erzählte.

 

Text: Redaktion, Foto: © Klimabündnis Tirol

08. Juni 2022 um