„Empowering“ für grenzüberschreitendes Langlauf-Netzwerk in den Dolomiten
Das Interreg-Projekt Dolomiti Nordic Ski hat das Ziel, das Langlauf-Netzwerk in den Partnerregionen Südtirol/Pustertal, Osttirol und der Provinz Belluno nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln. 200.000 Euro werden investiert.
Dolomiti Nordic Ski (DNS), das größte grenzüberschreitende Langlauf Netzwerk der Dolomiten, setzt auf eine zukunftsweisende Strategie: Statt der Quantität werden die höchste Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation in den Mittelpunkt gestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Sillian präsentierten Vertreter von Dolomiti Nordic Ski, des Tourismusverbandes Osttirol und des Regionsmanagements Osttirol das EU-Projekt Interreg CLLD Dolomiti Live „E-DNS. Empowering Nordic Ski in den Dolomiten”, das von Dezember 2024 bis Mai 2027 läuft.
„Der Klimawandel stellt den Wintertourismus vor neue Herausforderungen. Statt immer mehr Loipenkilometer zu versprechen, setzt DNS auf die höchste Qualität der Loipenpräparierung, gezieltes Schneemanagement und transparente Kommunikation mit den Langläufern. Der Fokus liegt auf optimalen Bedingungen für jeden Skitag, nicht auf der bloßen Anzahl geöffneter Loipen“, betonte Thomas Walch, Präsident von Dolomiti Nordic Ski.
Gemeinsam mit den Partnerregionen Osttirol, Südtirol/Pustertal und Alto Bellunese wird gezielt in digitale Innovationen, nachhaltige Infrastrukturmaßnahmen und die Weiterentwicklung des Langlaufsports investiert. „Mithilfe der digitalen Lösungen Contwise Maps und Contwise Infra wird eine präzisere Verwaltung und eine nachhaltige Loipenplanung ermöglicht. Durch Echtzeit-Tracking der Loipenbedingungen erhalten Gäste transparente und aktuelle Informationen für eine optimale Planung ihres Langlauferlebnisses. Auch weitere Stakeholder – wie Unterkünfte, Sportgeschäfte und Langlaufschulen – werden eingebunden“, erklärte DNS-Geschäftsführer Alberto Comini.
v.l.n.r.: Philipp Schlemmer (Geschäftsführer Regionsmanagement Osttirol), Irmgard Hitthaler (Regional Management Pustertal), Alberto Comini (Geschäftsführer Dolomiti Nordic Ski), Thomas Walch (Präsident Dolomiti Nordic Ski), Franz Theurl (Obmann Tourismusverband Osttirol), Otto Trauner (Tourismusverband Osttirol/Infrastruktur, Vize-Präs. Dolomiti Nordic Ski)
Durch Rebranding und eine neu gestaltete Webseite erhält das grenzüberschreitend rund 700 Loipenkilometer umfassende Netzwerk eine moderne, einheitliche Markenidentität, die die strategische Neuausrichtung widerspiegelt. Die neue Webseite verbessert die Benutzerfreundlichkeit und bietet Echtzeitinformationen sowie interaktive Inhalte.
„Im Netzwerk arbeiten acht Partnerregionen zusammen. Es gibt ein Ticket für das gesamte Gebiet und eine einheitliche Beschilderung. Die Saisoneröffnung mit 8. Dezember und die tägliche Pistenpräparierung bis März sind garantiert“, informierte der Geschäftsführer. Mit den DNS SchoolDays soll die Jugend für den Langlaufsport begeistert werden. Um regionale Akteure einzubinden, werden Workshops organisiert.
Gegründet wurde Dolomiti Nordic Ski im Jahre 2000. Seitdem hat es bereits zwei Interreg-Projekte gegeben. „Osttirol ist seit Beginn an Projektpartner, und wir profitieren sehr stark von allen Projektinhalten. Contwise Maps nutzen wir in Osttirol bereits, im Zuge des laufenden Projekts wird Contwise Infra hinzukommen. Wir beobachten auch, dass die Akzeptanz für die Loipengebühren gestiegen ist“, berichtete Otto Trauner, der beim Tourismusverband Osttirol für Infrastruktur-Agenden zuständig ist. Er ist auch Vize-Präsident von Dolomiti Nordic Ski.
Investiert werden in das Projekt rund 200.000 Euro, wobei 70 Prozent davon gefördert sind. „Langlauf ist eine der umweltfreundlichsten Wintersportarten mit minimaler ökologischer Belastung und hoher Wertschöpfung für Tourismusregionen. DNS setzt sich dafür ein, dass Langlauf als Schlüssel zum nachhaltigen Wintertourismus anerkannt wird – nicht nur als Sport, sondern als wirtschaftliche und gesellschaftliche Chance für alpine Regionen“, hielt DNS-Präsident Thomas Walch abschließend fest.
Die Partnerregionen von Dolomiti Nordic Ski
Südtirol:
3 Zinnen Dolomites, Gsiesertal-Welsberg-Taisten, Antholzertal, Ahrntal, Seiser Alm DOLOMITES Val Gardena
Österreich:
Osttirol
Alto Bellunese:
Cortina d’Ampezzo, Comelico
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Kottersteger, Osttirol heute/Mühlburger