Ein Bitter mit Seele: Apotheker kreieren Osttiroler Franziskus Kräuterbitter
Mag. Stefan Pickl von der Tauernapotheke in Matrei und Mag. Hannes Preiß von der Sankt Franziskus Apotheke in Lienz, gelegen nahe dem Franziskanerkloster, bringen gemeinsam einen neuen Kräuterbitter auf den Markt.
Stefan Pickl liebt es, Rezepturen zu entwickeln. In den letzten 30 Jahren hat er für verschiedene Anwendungsbereiche an die 1500 Rezepturen erdacht. In seiner Tauernapotheke in Matrei ist schon seit Jahren ein Tauernbitter mit Kräutern, die in Osttirol vorkommen, erhältlich.
Die Sankt Franziskus Apotheke in Lienz ist seit zwei Jahren die Partnerapotheke der Tauernapotheke. „Die Erfahrungen daraus, ein Besuch in Assisi und die Nähe zum Franziskanerkloster haben mich dazu bewegt, einen Amaro d’Erbe für das Kloster und die Sankt Franziskus Apotheke zu kreieren“, erklärte Stefan Pickl bei der Präsentation des neuen Osttiroler Franziskus Kräuterbitters.
Die Sankt Franziskus Apotheke in Lienz kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Der Gründer der Apotheke in der Muchargasse, Mag. Winkler, war schon in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts auf der Suche nach neuen, hochwertigen und authentischen Rezepturen. „Sein Alchepharm-Labor brachte über die Jahrzehnte hinweg hunderte Rezepturen hervor. Heute setzen wir seine Arbeit in der Sankt Franziskus Apotheke fort – auch mit dem neuen Kräuterbitter“, erklärte Hannes Preiß.
Der neue Amaro d’Erbe Franziskus Kräuterbitter steht in der Tradition des Gründers der Franziskusapotheke. Stefan Pickl holte sich dafür in Assisi Anregungen, verkostete unter anderem auch Liköre vor Ort und ließ sich von italienischen Kräutern, Gerüchen und dem Lebensstil in Umbrien zu diesem besonderen Getränk inspirieren. „Es handelt sich um einen milden, harmonischen Amaro auf Basis von Orangen- und Zitronenschalen sowie ausgewählten Bitterkräutern wie Angelikawurzel, Kardamomsamen und weiteren Kräutern, die in der Klostermedizin bereits jahrhundertelang Verwendung finden“, erklärte der Apotheker.
Abgerundet wird die Rezeptur durch einen feinen Karamellsirup, der die Tiefe der Kräuter betont, und auch Weihrauch enthält. „Der feine Geschmack des Weihrauchs verleiht unserem Kräuterbitter einen Hauch von Spiritualität“, so Pickl.
Damit schließt sich der Kreis zum Franziskanerkloster. Begeistert zeigte sich bei der Präsentation auch Franziskanerpater Martin Bichler. „In Klostergärten wurden seit jeher Kräuter und Blumen angebaut – so auch im Franziskanerkloster in Lienz. Unseren Klostergarten sehe ich als offenen Ort, um ins Paradies hineinzuschnuppern. Und ein Hauch davon findet sich sicher auch in diesem vorzüglichen Kräuterbitter“, sagte Pater Martin in seiner gewohnt humorvollen und doch tiefsinnigen Art.
„Für jede verkaufte Flasche des Osttiroler Franziskus Kräuterbitters fließen 3 Euro an die Klosterkirche. Zudem werden wir eine eigens designte Sonderedition herausbringen. Wir freuen uns, auf diese Weise unsere Verbundenheit mit dem Franziskanerkloster Lienz und der Kirche insgesamt weiter zu vertiefen“, betonte Stefan Pickl abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger