Drauradweg bei Hangrutsch Leisach saniert

Der Drauradweg wird im Bereich des Hangrutsches Leisach um rund 230.000 Euro saniert – ab Ende Mai ist der Weg auch auf diesem Abschnitt wieder befahrbar.

Am 20. Februar 2010 ereignete sich im Gemeindegebiet von Leisach ein riesiger Hangrutsch, das Material staute die Drau auf und überschüttete die Landesstraße B 100. Nach zehn Tagen war die Straße wieder befahrbar und innerhalb von drei Wochen die Drau wieder in ein provisorisches Bachbett geleitet. Der Radweg wurde mittels zweier Brücken im Bereich der Hangrutschung auf die andere Uferseite verlegt und seitdem parallel zur Drautalstraße geführt.

Der Bauweg, der für die Maßnahmen zur Verbreiterung des Abflussgerinnes der Drau notwendig war, wurde nun um rund 230.000 Euro saniert und wird ab Ende Mai 2014 für die Radfahrer frei gegeben. Am Mittwoch, 30. April 2014, fanden sich Vertreter der Politik, des Baubezirksamtes Lienz, der Landesabteilung Verkehr und Straße sowie des Tourismusverbandes im Bereich des Hangrutsches ein, um auf die gelungene Sanierung des Abschnittes und auf eine erfolgreiche Zukunft des Drauradweges anzustoßen.

LH-Stv. Josef Geisler: „Osttirol ist fast schon das Mekka des Radsports. Durch weitere Investitionen in die Radwege will das Land diese große Chance für den Tourismus im Bezirk Lienz weiter unterstützen."

LH-Stv. Josef Geisler: „Osttirol ist fast schon das Mekka des Radsports. Durch weitere Investitionen in die Radwege will das Land diese große Chance für den Tourismus im Bezirk Lienz weiter unterstützen.“

„Die Gesamtinvestitionssumme zur Qualitätsverbesserung am Drauradweg umfasst vier Maßnahmen und beträgt rund 600.000 Euro. Im Bereich der Hangrutschung werden wir den Weg noch asphaltieren und Absturzsicherungen herstellen. Dann steht einer Freigabe nichts mehr im Wege“, so DI Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes Lienz.

„Wir wollen auch die touristische Infrastruktur langfristig sichern. Der Radsport ist eine große Chance für den Osttiroler Tourismus. Deswegen haben wir in Sachen Radwege im Bezirk in Zukunft noch einiges vor“, versprach LH-Stv. ÖR Josef Geisler. Die Lienzer Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik ist die Obfrau der Radwegeerhaltungsgemeinschaft. Auch sie betonte die große Bedeutung des Drauradweges. „Dieser Radweg ist ein großer Gewinn für alle Anrainergemeinden, und wir profitieren alle von der Kaufkraft der Radfahrer. Ich freue mich, dass der Weg auch im Bereich der Hangrutschung so großzügig saniert wurde“, meinte Blanik.

Als „Lebensader“ des Osttiroler Tourismus bezeichnete Tourismusverbands-Obmann Franz Theurl den Drauradweg. „Durch die vorzügliche Sanierung mithilfe des Landes dürfte auch der leichte Anstieg im Bereich des Hangrutsches für den Großteil der Radfahrer kein Problem darstellen“, so Theurl.

Text und Fotos: Raimund Mühlburger

 

30. April 2014 um