Differenzen um Turmhöhe im Kalser Chalet-Dorf

Während die Grünen Kritik an der Höhe des Turmes im Kalser Chalet-Dorf üben, verteidigt Bgm. Unterweger die Investitionen als massive Wirtschaftshilfe für die Region.

„In einer so schwachen Region wie Osttirol bzw. Kals können wir nur von Glück reden, dass man einen Investor wie Schultz gefunden hat“, reagiert Klaus Unterweger, Bürgermeister von Kals am Großglockner, auf die Kritik von Bürgerforum-Obmann LA Fritz Dinkhauser sowie der Grünen am Gradonna Mountain Ressort, das am 8. Dezember 2012 eröffnet werden soll. „Wir haben seit 15 Jahren herumgedoktert, um ein Hotel zu bekommen. Jetzt haben wir einen soliden und gesunden Betrieb in Kals. Das ist Heinz Schultz hoch anzurechnen“, so Unterweger, der das Engagement des Zillertaler Unternehmers im Glocknerdorf als massive Wirtschaftshilfe für die ganze Region bezeichnet.

„Ein Gebäude mit elf Geschoßen und 40 Metern Höhe wäre derzeit vermutlich in keiner Bezirksstadt Tirols genehmigungsfähig“, übt Thomas Haidenberger, Osttiroler Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl, Kritik an der Höhe des in die neue Ferienanlage integrierten Turmes. Die Gemeinden hätten laut Haidenberger zwar das Recht, Flächen zu widmen und Bebauungspläne zu verordnen, aber das Land Tirol als Aufsichtsbehörde müsse seine Kontrollpflichten ernst nehmen. „Ein Hochhaus liegt nach der Tiroler Bauordnung schon dann vor, wenn der Fußboden des obersten Geschoßes mehr als 22 Meter über dem angrenzenden Gelände liegt. Das Kalser Projekt riecht nach einem abgekarteten Spiel“, vermutet Haidenberger.

Text: Redaktion, Foto: Haidenberger

31. Oktober 2012 um