Die Weichen für die LEADER-Region Osttirol sind gestellt

Mit dem Beschluss der lokalen Entwicklungsstrategie durch die Generalversammlung des RMO wurden die Grundlagen für weitere LEADER-Fördergelder der EU gelegt.

„Wie sich Regionen entwickeln, liegt neben der Kraft der Wirtschaft am Ideenreichtum, der Kooperationsfähigkeit und der Umsetzungskraft der Menschen vor Ort“, so Michael Hohenwarter, Geschäftsführer des Regionsmanagements Osttirol. Um diese Qualitäten zu stärken und finanziell zu unterstützen, gibt es die Förderschiene LEADER. Entsprechend der Inhalte der lokalen Entwicklungsstrategie dürfen LEADER-Fördermittel vom Vorstand des RMO an Antragssteller vergeben werden.

Ca. alle 6 Jahre wird diese Strategie vom Regionsmanagement Osttirol aktualisiert und dem Bundesministerium für Landwirtschaft Regionen und Tourismus vorgelegt, um in der Folge wieder die LEADER-Fördermittel der Europäischen Union zur Verfügung gestellt zu bekommen. In der außerordentlichen Generalversammlung vom 21. Feber 2022 wurde diese Strategie von der Generalversammlung des RMO einstimmig beschlossen.

„Die Strategie orientiert sich weiterhin am Zukunftsbild Osttirol 2025, das im Prozess Vordenken für Osttirol bereits 2014 erarbeitet wurde“, erklärt RMO-Obmann Bgm. Dietmar Ruggenthaler. Was im Jahr 2022 aber deutlich ausgeprägter in der Entwicklungsstrategie Platz finden wird, sind die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel(anpassung). Neu hinzu kommt auch das Thema Arbeitskräftemangel. Für die Umsetzung der Strategie werden ca. 6 Mio. Euro beantragt.

Über LEADER wurden in den letzten Jahren an die 100 Projekte gefördert. Unter den Projekten finden sich z.B. Schulprojekte, Projekte zu Gemeindekooperationen, Stärkung von Unternehmensnetzwerken, der Ausbau von Museumseinrichtungen, der Aufbau von landwirtschaftlichen Nischenprodukten oder Fortbildungsmaßnahmen für Frauen. Einen Überblick über alle Projekte findet man auf der Webseite des RMO (www.rmo.at).

Dass die regionale Entwicklungsebene auch aus Sicht des Landes Tirols immer bedeutsamer wird, unterstreicht Christian Stampfer von der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie. Ab 2022 gibt es die Struktur der Regionalmanagements in Tirol flächendeckend. Damit ist nun erstmalig eine umfassende „Steuerungsstruktur“ vorhanden, die von den Regionen getragen wird und in engem Zusammenspiel mit dem Land arbeitet. So können relevante Themen – wie z.B. Klimawandelanpassung – landesweit besser umgesetzt werden.

Bis zum Jahresende 2022 werden die restlichen Fördergelder der laufenden Periode an Förderwerber zugeteilt. Läuft alles wie geplant, so wird das Regionsmanagement Osttirol ab dem Frühjahr 2023 die Arbeit entsprechend der neuen Strategie weiterführen.

 

Text: Redaktion, Foto: RMO

23. Februar 2022 um