Deponie Lavant um 1,65 Mio. Euro erweitert
Mit der Deponieerweiterung in Lavant kann wieder bis zum Jahr 2033 Deponiegut aus Osttirol und Oberkärnten abgelagert werden, die bestehende Deponie wurde abgedeckt.
Der Abfallwirtschaftsverband (AWV) Osttirol stellte am Dienstag, 5. November 2013, unter Anwesenheit der Gaimberger Bürgermeisterin Martina Klaunzer und zahlreicher Amtskollegen, des Baubezirksamts-Leiters DI Harald Haider, Vertretern der planenden und bauausführenden Firmen sowie AWV-Mitarbeitern die Erweiterung der Deponie in Lavant vor. Rund 15 000 Tonnen Abfall (Restmüll ohne Sammelinseln) werden pro Jahr von Osttiroler und Kärntner Gemeinden zur mechanisch-biologischen Anlage (MBA) nach Lavant geliefert, ca. 2 000 Tonnen Deponiegut bleiben nach der Vorbehandlung zur Lagerung auf der Deponie übrig. „Mit der Erweiterung, die heuer realisiert wurde, können wir Deponiegut bis zum Jahr 2033 auf der Deponie in Lavant zwischenlagern. Rund zwei Drittel des Abfalls werden von Osttiroler Gemeinden angeliefert, der Rest kommt aus Kärnten“, erklärte Verbands-Obmann Bgm. Bernhard Schneider, MBA.
Bgm. Bernhard Schneider, MBA, Obmann AWV Osttirol: „Mit der Errichtung der neuen Deponie kann Deponiegut bis 2033 in Lavant zwischengelagert werden.“
Im Rahmen des Erweiterungsprojektes wurde die bestehende Deponie abgedeckt und geschlossen, insgesamt wurden rund 1,65 Mio. Euro investiert. „Trotz dieser Investition kann der vom Land Tirol genehmigte Tarif für die Behandlung der Abfälle in der MBA und für den Deponiebetrieb mit 225 Euro pro Tonne bis Ende 2016 gleich gehalten werden“, so Geschäftsführer Bgm. Oswald Kuenz. Von den 15 000 pro Jahr angelieferten Tonnen verbleiben nach der Behandlung in der MBA 10 600 Tonnen als so genannte „heizwertreiche Fraktion“ und dienen als Ersatz für Kohle, Gas oder Heizöl, 2 000 Tonnen werden auf der Deponie abgelagert, die Restmengen sind Schrott und Wasserverlust.
Bgm. Oswald Kuenz, Geschäftsführer des AWV Osttirol: „Seit der Verpackungsverordnung im Jahre 1993, die zur Mülltrennung verpflichtet, werden nur mehr rund 2 000 Tonnen Deponiegut jährlich in Lavant abgelagert.“
Oswald Kuenz betonte, dass Osttirol in Sachen Abfallwirtschaft in Tirol immer schon der führende Bezirk war und es auch weiterhin sein wird. „Bereits 1974 wurde von 16 Gemeinden ein Abfallwirtschaftsverband gegründet. Die Bürgermeister haben damals schon gesagt, mit der Müllablagerung in Mulden und neben den Bächen müsse endlich Schluss sein“, blickte der Geschäftsführer zurück. 1978 wurde die erste Deponie in Lavant in Betrieb genommen und die Müllabfuhr in allen Verbandsgemeinden eingeführt. 1992 erfolgte die erste Ausbaustufe der neuen Deponie, in den Jahren 1997 bis 2000 die zweite. Die Böschungen wurden laufend abgedeckt. Mit dem aktuellen Projekt wurden die erste und zweite Ausbaustufe abgedeckt und geschlossen und kann die neue Deponie in Betrieb genommen werden. „Im nächsten Jahr feiert unser Verband das 40-jährige Jubíläum. Wir sind damit in Tirol Pioniere, was die gemeinschaftliche, professionelle und kostengünstige Abfallbewirtschaftung betrifft“, zeigte sich Geschäftsführer Oswald Kuenz bei der Präsentation der Deponieerweiterung sichtlich stolz.
{Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Raimund Mühlburger, AWV Osttirol
