Das Villgratental bekommt einen eigenen Schlachthof

Die Villgrater Bergfleisch GmbH errichtet in Außervillgraten einen Schlachthof, wo Nutztiere aus dem Osttiroler Oberland geschlachtet und direkt verkauft werden sollen.

„Wir wollen das vermarkten, was in unserer Region vorhanden ist, anstatt uns ausschließlich den Vorgaben des Großhandels zu unterwerfen“, freut sich Initiator Leonhard Mair, der gemeinsam mit Andreas Schett für die Geschäftsführung der neu gegründeten Villgrater Bergfleisch GmbH verantwortlich zeichnet. Die Gesellschaft hat derzeit zehn Gesellschafter. Insgesamt sollen rund 700.000 Euro in das Projekt fließen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2022 geplant.

In der Anfangsphase ist der Betrieb auf die Lohnschlachtung sowie den Verkauf von etwa 60 Rindern pro Jahr ausgerichtet. Nach und nach soll die Kapazität ausgeweitet werden. Zwei bis drei Fachkräfte sorgen für die stressfreie Schlachtung sowie die fachgerechte Zerteilung.

 

v.l.n.r.: Ralf Vergeiner (Geotechnik), Leonhard Mair (GF Schlachthof), Armin Bachlechner (Bachlechner Bau), Andreas Schett (GF Schlachthof), Wolfgang Mayr (Architektur/Baukoordinator), Stefan Gruber (Greiffenhagen Bohr- und Sprengtechnik)

 

Andreas Schett betont die Vorteile für die Landwirtinnen und Landwirte: „Extensive Landwirtschaft und viele unterschiedliche Tierarten und Tierrassen sind für unsere Region typisch, aber im Großhandel nicht unbedingt gefragt. Deshalb ist es wichtig, die Direktvermarktung zu stärken und ein Kreislaufsystem zu entwickeln, von dem die klein strukturierte Landwirtschaft und die KundInnen gleichermaßen profitieren“, so der Geschäftsführer.

Durch kurze Transportwege, die Schlachtung und Verwertung vor Ort sowie den zentrierten Verkauf können die LandwirtInnen höhere Preise erzielen. „Ein Stück Fleisch von einem Tier, das artgerecht gehalten und stressfrei geschlachtet wurde, schmeckt einfach besser“, sind Mair und Schett überzeugt.

 

 

Text: Redaktion, Visualisierung: Planimo, Foto: Christof Schett

22. Februar 2022 um