„Das menschliche Maß“ als Grundsatz beim Vordenken

Im Rahmen des Leitprozesses „Vordenken für Osttirol“ wurde am 18. November ein Wertefundament präsentiert. Leitbild soll in sechs Monaten erarbeitet werden.

Eine Lenkungsgruppe unter der Leitung von Thomas Walkner hat sich in den letzten Monaten mehrmals getroffen, um ein Wertefundament für die Region Osttirol zu erarbeiten. Am Montag, 18. November 2013, konnte der Sillianer Bürgermeister und Obmann des Regionsmanagements Osttirol (RMO), Erwin Schiffmann, zahlreiche Osttirolerinnen und Osttiroler in der Wirtschaftskammer in Lienz begrüßen, als dieses Wertefundament vorgestellt wurde. Dr. Richard Piock, Präsident des Verwaltungsrates der Firma Durst Phototechnik, Mag. (FH) Oskar Januschke vom Stadtmarketing Lienz, RMO-Geschäftsführer DI Michael Hohenwarter und Mag. Barbara Nussbaumer, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Osttirol, hatten sich auf den Grundsatz „Das menschliche Maß“ für den Leitbildprozess geeinigt. „Wir werden heftig miteinander streiten, das muss auch Platz haben. denn es soll am Ende des Leitbildprozesses keine Gewinner und Verlierer geben, sondern nur einen Gewinner, nämlich die Region Osttirol“, betonte Piock.

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Mit dem Auftrag für die Studie „Der Wirtschaftsstandort Osttirol“ hat Dr. Richard Piock den Prozess „Vordenken für Osttirol“ eingeleitet.

Michael Hohenwarter erklärte, was mit dem menschlichen Maß als Grundsatz gemeint ist: „Bei uns macht der Mensch, was er überblicken, finanzieren und verantworten kann.“ In Zukunft sollen alle Entscheidungen und Strategien mit diesem Grundsatz in Einklang gebracht werden. „Es soll dies heute aber nicht nur eine Kick off-Veranstaltung sein, sondern wir wollen gleich aus der Komfortzone heraustreten und mit der Arbeit beginnen“, so Moderator Thomas Walkner. Die sechs Arbeitsgruppen – nämlich Landwirtschaft, Tourismus, Bildung/Schule, Integrierte Raumentwicklung/Kultur/Natur/Identität, Wirtschaft/Arbeit/Soziales und Energie – gingen anschließend an die Arbeit, setzten sich zusammen, um über das zukünftige Leitbild zu diskutieren. „Das Leitbild soll in sechs Monaten stehen und präsentiert werden, kann aber nur der Beginn einer Entwicklung hin zu einer gemeinsamen regionalen Identität aller Osttirolerinnen und Osttiroler sein“, erklärte Piock.

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v.l.n.r. Mag. (FH) Manuela Gritzer (Standortagentur Tirol), DI Martin Diemling (Landwirtschaftskammer), Mag. Barbara Nussbaumer vom TVBO, BSI Elisabeth Bachler, Mag. (FH) Oskar Januschke (Stadtmarketing Lienz), WK-Bezirksstellenleiter Mag. Reinhard Lobenwein, RMO-Geschäftsführer DI Michael Hohenwarter

„Der Tenor in allen Arbeitsgruppen war, dass dem Leitbild konkrete Taten folgen müssten und dass es auf keinen Fall schubladisiert werden dürfe“, so Mag. Dr. Regina M. Unterguggenberger, die die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit in der ARGE „Vordenken für Osttirol“ koordiniert. Die von Joanneum Research Graz erstellte Studie „Der Wirtschaftsstandort Osttirol“ erscheint in Kürze auch in Buchform. Der Band wird am Donnerstag, 28. November 2013, im Rahmen von „Vordenken für Osttirol“ in der Wirtschaftskammer in Lienz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

19. November 2013 um