China rettet die deutsche Exportwirtschaft

Sinkende Exportumsätze Deutschlands in EU-Länder konnte unser Nachbarstaat durch Exporte in die sogenannten Schwellenländer, vor allem nach China, mehr als wett machen. Bedingt durch die Staatsschuldenkrise in Europa und knapper werdende Budgets der Euro-Länder leidet gemäß einem Bericht des Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ paradoxerweise jenes Land – Deutschland – am meisten an der sinkenden Einkaufsbereitschaft der Euro-Staaten, das am vehementesten für die Verordnung von Sparpaketen eintrat. Die Exporte nach Italien und Spanien gingen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 um jeweils ca. 11 Prozent zurück. Lag der Exportumsatz Deutschlands in Europa vor 20 Jahren noch bei ca. 52 Prozent, bei Ausbruch der Finanzkrise 2008 bei ca. 43 Prozent, wurde 2011 mit 39,7 Prozent erstmals die 40 Prozent-Marke unterschritten. Die DIHK (Deutsche Industrie-und Handelskammer) geht für 2015 von nur mehr einem Drittel oder ca. 33 bis 34 Prozent Exportanteil Deutschlands innerhalb Europas aus. Überraschend ist, wie rasch Deutschland auf diese Entwicklung reagieren und den Rückgang in Europa mit steigenden Exporten in die sogenannten Schwellenländer, vor allem nach China, kompensieren konnte. Nominell wird 2012 vor allem durch die Einkaufsbereitschaft Chinas von deutschen Waren und Dienstleistungen sogar eine Steigerung der Gesamtexporte um vier Prozent, das ist ein Rekord-Exportumsatz Deutschlands von ca. 1.100 Milliarden Euro, erzielt werden. Die wiederholten Reisen der „fleißigen“ Frau Merkel zur chinesischen Staatsführung haben sich zumindest wirtschaftlich gelohnt!

30. November 2012 um