Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler: Christoph Oberlohr aus Kals a.Gr. holte Silber
Tiroler Lehrlinge sicherten sich beim Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler zwei Silber- und eine Bronzemedaille – unter ihnen der Kalser Christoph Oberlohr.
Zum jährlichen Kräftemessen der Tischlerlehrlinge ging es für alle Sieger der Landeslehrlingswettbewerbe am Samstag, 24. Juni, nach Linz ins Designcenter. Aus Tirol reisten Emanuel Wurzer aus Strassen (Sieger 1. Lehrjahr), Fabian Paßler aus St. Jakob i. Def. (Sieger 2. Lehrjahr), Christoph Oberlohr aus Kals a.Gr. (Sieger 3. Lehrjahr), Tobias Huter aus Natters (Sieger 4. Lehrjahr Planung) und Jona Fischer aus Ehrwald (Sieger 4. Lehrjahr Produktion) nach Oberösterreich.
Im dritten Lehrjahr holte sich der Osttiroler Christoph Oberlohr – er absolviert seine Lehre bei der Tischlerei Gollner in St. Johann im Walde – den 2. Platz hinter Valentin Bringmann aus Vorarlberg und vor Tobias Kielnhofer aus der Steiermark.
Nachdem Christoph Oberlohr beim Landeslehrlingswettbewerb TyrolSkills im 3. Lehrjahr siegte, zeigte er auch beim Bundeslehrlingswettbewerb in Linz wieder hervorragende Leistungen und holte sich die Silbermedaille.
Im 4. Lehrjahr Planung sicherte sich Tobias Huter den 2. Platz hinter Fabio Gruber-Kadir aus Oberösterreich und vor Dominik Kerschenbauer aus der Steiermark. Jona Fischer sicherte sich im 4. Lehrjahr Produktion die Bronzemedaille hinter Mario Flicker aus Niederösterreich (Gold) und Maximilian Karg aus Vorarlberg (Silber). Auch das Mannschaftergebnis der Tiroler Tischlerlehrlinge konnte sich sehen lassen. Das Team belegte den 4. Platz hinter Vorarlberg (Gold), Oberösterreich (Silber) und der Steiermark (Bronze).
Der Tiroler Landesinnungsmeister Klaus Buchauer zeigte sich stolz auf den Tischlernachwuchs und die erbrachten Leistungen in Linz. Die Aufgaben, die die Lehrlinge in den einzelnen Lehrjahren erfüllen mussten, waren sehr fordernd. In den ersten drei Lehrjahren galt es, unterschiedliche Kindersessel zu fertigen, wobei sich die Lehrlinge im dritten Lehrjahr mit einer Bonusaufgabe zusätzliche Punkte sichern konnten. Hier waren Teufelszinken gefordert. Die Legende sagt, dass diese Zinken den schiefen Krallen des Teufels nachgemacht sind. Klingt sehr philosophisch, ist aber im Handwerk sehr herausfordernd, da es sich um schräge Zinken handelt.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Cityfoto Dr. Roland Pelzl e.U.