Beim GEO-Tag kam viel Neues zu Tage

90 Experten durchkämmten am Samstag, 15. Juni 2013, das Matreier Gschlößtal beim GEO-Tag der Artenvielfalt – rund 1 500 Tier- und Pflanzenarten wurden nachgewiesen. Der Nationalpark Hohe Tauern und das Land Tirol luden am Samstag, 15. Juni 2013, in enger Zusammenarbeit mit dem GEO-Magazin zum Tag der Artenvielfalt nach Matrei in Osttirol. Rund 90 Experten für Flora und Fauna erforschten das Artenvorkommen im Gschlößtal bis zum Fuße der Gletscher und im Umbaltal. Dabei wurden binnen 24 Stunden im Nationalpark rund 1 500 verschiedene Arten gefunden und bestimmt. Insgesamt konnten rund 50 Vogelarten nachgewiesen werden. Es wurden fünf Bartgeier gesichtet, als besonders erfreulich stuften die Ornithologen auch den Nachweis von Karmingimpeln ein, der Fitis wurde in Osttirol erstmals als Brutvogel nachgewiesen. Bei den höheren Pflanzen stachen die Orchideen-Funde besonders hervor, so wurde erstmals im Nationalpark das Lappländische Knabenkraut entdeckt, außerdem konnten der Frauenschuh und das Mannsknabenkraut erfasst werden. Ein weiterer Neufund für den Nationalpark Hohe Tauern war der in den Alpen sehr selten zu findende Alpenwimpernfarn. Auch bei den Schmetterlingen gab es besondere Funde. So konnten etwa 110 Schmetterlingsarten bestimmt werden.

„Die Täler im Nationalpark Hohe Tauern haben uns mit wunderbaren Ansichten und einer spektakulären Lebensvielfalt begeistert. Diese Rückzugsräume für empfindliche Ökosysteme haben den guten Schutz verdient, den sie durch den Nationalpark-Status hier schon bekommen. Ihr großer Wert darf nie für selbstverständlich genommen werden“, so Jens Schröder, stellvertretender Chefredakteur von GEO.

Nationalparkdirektor DI Hermann Stotter erklärte, dass der GEO-Tag der Artenvielfalt wesentlich dazu beiträgt, das Wissen über die Biodiversität im Nationalpark entscheidend zu erweitern. „Es gibt noch viele weiße Flecken auf der Landkarte des Nationalparks. Die wertvolle Arbeit der vielen freiwilligen Experten hilft uns, diese weißen Flecken bunt zu machen und das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Erhaltung der Biodiversität zu stärken“, zog Stotter eine positive Bilanz des GEO-Tags der Artenvielfalt.

Link: http://www.kugelpanorama.at/nationalparkhohetauern.html

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Gruber, NPTH

 

20. Juni 2013 um