Neues Dolomitenbad wird umfassend barrierefrei
Um größtmögliche Barrierefreiheit im neuen Dolomitenbad zu gewährleisten, arbeitete der Behindertenbeirat Vorschläge aus, die von der Stadt Lienz sukzessive umgesetzt werden.
Gemeinsam mit Martin Strasser, Obmann des Behindertenbeirates der Stadt Lienz, präsentierte Bgm. LA DI Elisabeth Blanik Dienstagvormittag in der Liebburg die Barrierefreiheit-Maßnahmen, die im neuen Dolomitenbad und im Saunabereich umgesetzt werden. „Wir haben uns intensiv mit dem Thema Barrierefreiheit in Schwimmbädern befasst und die Wünsche von betroffenen Personen in unsere Vorschlagsliste einfließen lassen“, berichtete Strasser. Der Tiroler Sachverständige für barrierefreies Bauen, Mag. Günter Porta, hätte alle Vorschläge für zweckmäßig befunden. „Wir haben intensiv diskutiert. Um die Schwimmhalle und auch das Caldarium im Saunabereich zu 100% barrierefrei zu gestalten, werden wir zwei mobile Pool-Lifte einbauen. Wir haben uns für die betreute Variante dieser Lifte entschieden. Der Badewart wird die Betreuung vornehmen“, so Blanik. So können Menschen mit einer Gehbehinderung einfach in die Becken ein- und aussteigen (für Demonstrations-Video hier klicken).
Auf der Vorschlagsliste des 12-köpfigen Behindertenbeirates findet sich auch der Wunsch, dass alle Stufen mit einer Rückwand versehen sind. „Damit wird verhindert, dass man mit einem Stock durchrutscht oder hängen bleibt“, so Martin Strasser. Glastüren mit Kontraststreifen für Menschen mit Sehschwächen werden ebenso umgesetzt wie akustische oder tastbare Bedienungsoberflächen, rollstuhlgerechte Umkleidekabinen, gute Beleuchtung in allen Bereichen und die barrierefreie Gestaltung des Eingangs- und Kassenbereiches. Auch das Saunieren wird barrierefrei möglich sein. „In den barrierefreien Umkleidekabinen beträgt der Abstand zwischen Sitzbank und Ablage 1,8 Meter, und die Dusch- und Waschbereiche haben einen Bewegungszuschnitt von mindestens 1,5 mal 1,5 Meter“, berichtete der Behindertenbeirat-Obmann.
„Wichtig war uns bei der Umsetzung der Barrierefreiheit im Dolomitenbad, dass für wirklich alle BesucherInnen ein selbstständiges Baden und Saunieren möglich ist“, betonte die Bürgermeisterin. Und Martin Strasser ergänzte, dass von den Maßnahmen nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern alle in ihrer Bewegung oder Wahrnehmungsfähigkeit eingeschränkten Personen profitieren.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Stadt Lienz/Lenzer, Video: YouTube
