Baustellen an Bächen standen im Fokus

Die Wildbach- und Lawinenverbauung lud am 9. Oktober zum Tag der offenen Baustelle und präsentierte Schutzmaßnahmen am Dorf-, Wartschen- und Zwieslingbach.

Beim Tag der offenen Baustelle im Lienzer Talboden hatte die Bevölkerung die Möglichkeit, die Arbeit der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) aus nächster Nähe kennenzulernen. „In einem Bezirk wie Osttirol sind Naturgefahren ein dauerhafter Begleiter der Bevölkerung. Das Land Tirol, die Gemeinden und wir investierten daher alleine heuer rund 7,3 Mio. Euro in den Schutz vor Hochwasser, Muren, Lawinen und Steinschlag“, erklärte DI Gebhard Walter, Sektionsleiter-Stv. der WLV Sektion Tirol.

Zehn Konsolidierungssperren wurden beispielsweise in letzter Zeit am Wartschenbach in Nußdorf-Debant errichtet. „Dieser Abschnitt hat sich durch Hochwasserereignisse stark eingetieft. Durch die Seitenerosion ist das Geschiebepotenzial sehr hoch“, erläuterte DI Otto Unterweger, Gebietsbauleiter der WLV in Osttirol. Eine weitere Station war der Zwieslingbach. Dort werden bis 2018 zwei Geschieberückhalteanlagen sowie Sohl- und Ufersicherungsmaßnahmen umgesetzt. Die Maßnahmen kosten rund 1,5 Mio. Euro und sollen bei Hochwasser vor Vermurungen schützen.

Die Gebietsbauleitung Osttirol betreut eine Fläche von mehr als 2.000 km². Im Bezirk Lienz gibt es 458 Wildbach- und 489 Lawineneinzugsgebiete. Das durchschnittliche jährliche Bauvolumen für Schutzmaßnahmen beträgt sechs Mio. Euro.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: WLV/Isep

10. Oktober 2015 um