Initiative für bessere Wertstofftrennung in Osttiroler Wohnanlagen

Gemeinsam mit den Wohnbaugenossenschaften OSG, WE und GHS montiert der Abfallwirtschaftsverband Osttirol neue Mülltrenntafeln bei Behälterstandplätzen in 82 Wohnblöcken.

Eine erst kürzlich vom Abfallwirtschaftsverband Osttirol in zwei Wohnblöcken durchgeführte Restmüllanalyse hat wieder einmal gezeigt, dass nur 30 Prozent des im Restmüllcontainer enthaltenen Mülls tatsächlich Restmüll war – bei rund 70 % handelte es sich um Wertstoffe. Tatsache ist, dass alle Dinge, die im Restmüll landen, nicht mehr aussortiert werden und somit für das Recycling verloren gehen.

Abfalltrennung ist vor allem in Zeiten wie diesen ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Nebenbei bedeutet eine korrekte Abfalltrennung auch ein hohes Kosteneinsparungspotenzial – vor allem in Wohnanlagen, wo mehrere Personen ihren Abfall in den gleichen Container werfen, führt die unsachgemäße Abfallentsorgung und somit das Auftreten erhöhter Kosten für die Allgemeinheit häufig zu Konflikten.

 

Ergebnis der Restmüllanalyse in einer Wohnanlage

 

Georg Rainer, Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes Osttirol, sieht in der Kooperation mit den Wohnbaugenossenschaften einen wichtigen Schritt in Richtung einer verbesserten Wertstoffsammlung im Bezirk. „Wir müssen dort ansetzen, wo wir möglichst viele Personen erreichen, um sie noch besser über die korrekte Abfalltrennung und deren positive Auswirkungen zu informieren. Neben der Bequemlichkeit ist es oftmals auch die Unwissenheit, wie die Dinge richtig entsorgt werden müssen, die zu Fehlwürfen führt.“

Der auf den Trenntafeln abgebildete QR-Code leitet die BewohnerInnen auf die erst kürzlich neu gestaltete Website des Abfallwirtschaftsverbandes weiter. Dort kann man schnell den nächstgelegenen Ort für die Wertstoffsammlung finden, sollte einmal kein Wertstoffcontainer direkt in der Wohnanlage zur Verfügung stehen.

„Die Website dient zusätzlich als wichtiger Kommunikationskanal, um die Osttiroler Bevölkerung noch besser über die richtige Abfalltrennung aufzuklären und mit einem Blick hinter die Kulissen auch zu zeigen, was eigentlich nach dem Wurf in Tonne mit unserem Müll in Osttirol passiert“, sagt DI Laura Kumpf, Projektleiterin beim Abfallwirtschaftsverband Osttirol. Zusätzlich ist der Abfallwirtschaftsverband jetzt auch auf Instagram aktiv, um eine noch größere Zielgruppe zu erreichen.

 

Text: Redaktion, Fotos: AWVO

27. September 2022 um