Assling: Wohlfühlgarten „Vitalpinum“ startet am 29. April in die Sommersaison
Im Vitalpinum wird insbesondere auch auf Nachhaltigkeit und ökologische Diversität Wert gelegt. Vor allem Lavendel wird ab diesem Sommer auf einer neuen Versuchsfläche angebaut.
Der Wohlfühl- und Erlebnisgarten Vitalpinum in Thal/Assling öffnet am Samstag, 29. April, wieder seine Gartentüren. Das diesjährige Jahresmotte „Kraft der Natur“ verspricht einen vielfältigen und kraftvollen Sommer. Einer der kraftvollen Wohlfühl-Plätze ist der Zirben-Kraftplatz, ein anderer die Thymian-Hütte. „Zwischen diesen beiden Kraftplätzen haben wir eine Gedankenbox installiert. Das Vitalpinum eignet sich bekanntlich besonders gut, um sich zu entspannen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Wir laden unserer BesucherInnen ein, ihre Gedanken niederzuschreiben und in der Box zu deponieren. Zweimal im Jahr – zur Sommersonnenwende und zum Abschluss der Saison – werden wir die gesammelten Gedankenzettel in einem internen Ritual verbrennen“, so Johanna Unterweger.
Im Sinne der Nachhaltigkeit deckt die Firma Unterweger ihren Energie-Bedarf mit einer Biomasse-Anlage und Photovoltaik ab. Mithilfe der neu errichteten Brennerei, die mit Wasserdampf betrieben wird, werden die Rektifikationsanlagen, das Bürogebäude sowie weitere Betriebsanlagen beheizt. „Für die Erzeugung des Wasserdampfs verwenden wir ausschließlich Biomasse – Hackschnitzel und das ausdestillierte Rohmaterial. Aus dem Pflanzenmaterial wird in einem ersten Schritt das ätherische Öl gewonnen und in einem nächsten Schritt das ausdestillierte Material als Brennmittel für die nächste Dampferzeugung genutzt“, erklärt Geschäftsführer Michael Unterweger.
In die Gedankenbox kann man seine aufgeschriebenen Gedanken einwerfen, die dann in einem internen Ritual verbrannt werden.
Das Unternehmen benutzt bereits jetzt umweltfreundlichen Solarstrom und stattet die Dächer in nächster Zeit mit weiteren PV-Anlagen aus. „So können wir vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten. Unseren CO2-Fußabdruck haben wir von 2021 auf 2022 um 55 % verringert. Auch in der Entwicklung der kosmetischen Produkte sowie bei der Verpackung setzen wir auf Nachhaltigkeit. Für alle unsere 250 ml-Produkte verwenden wir künftig Flaschenkörper aus 100 % recyceltem Plastik anstelle von PET-Flaschen. Im Sinne der ökologischen Diversität bauen wir ab diesem Sommer Lavendel, Ringelblumen und Thymian an, um die Regionalität unserer Produkte – z.B. längerfristig mit Lavendel aus Osttirol – zu erhöhen“, informiert der Geschäftsführer.
Auch in der kommenden Saison bietet das Vitalpinum ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Start ist im Mai mit einer Ausstellung der Bildhauer Michael Lang, Gerold Leitner und Werner Pirker. Räucherexpertin Karin Halbfurter wird um die Sommersonnenwende zu Gast sein und Biologin Barbara Brunner im September „Kräutermärchen“ für Erwachsene erzählen. Der Theaterwagen des Ensembles Porcia macht Anfang Juli mit dem Stück „Der Bauer als Millionär oder das Mädchen aus der Feenwelt“ Halt im Vitalpinum (gesamtes Veranstaltungsprogramm hier).
Im Zuge der Umstellung auf zertifizierte Naturkosmetik ergänzen zwei neue Produkte die Pflegeserie „Alpenkräuter“. „Die Serie besteht nun aus einer Einreibung, einem Balsam, einer Creme und einem Duschgel. Den Duft der Alpenkräuter kann man übrigens in der gleichnamigen Dusche im Vitalpinum erleben. Ein leichter Sprühnebel umhüllt die Gäste dabei einen Augenblick lang mit dem wohlriechenden Duft heimischer Alpenkräuter“, informiert Johanna Unterweger.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger