Arbeitsmarktservice Tirol für 2017 zuversichtlich

Nachdem sich der Arbeitsmarkt im Vorjahr deutlich besser als prognostiziert entwickelt hat, geht das AMS Tirol für 2017 von einer Fortsetzung des positiven Trends aus.

Die Weltbank gehe von einer leichten Konjunkturbelebung aus, das globale Wirtschaftswachstum werde mit +2,7% um 0,4% höher ausfallen als 2016. Für Österreich prognostizieren die heimischen Forschungsinstitute ein Wachstum zwischen 1,2% und 1,5% – laut Einschätzung des AMS zu wenig, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Tirol wird laut Wirtschaftskammer mit +1,8% abermals ein höheres Wirtschaftswachstum als der Bundesschnitt aufweisen. „Ob dieses Wachstum ausreicht, um die Arbeitslosigkeit stabil halten zu können oder zu verringern, hängt auch heuer wieder stark vom Zeitpunkt des Eintritts von geflüchteten Personen in den Arbeitsmarkt ab“, gibt Mag. Johannes Schranz, Statistikexperte des AMS Tirol, zu bedenken.

Tirolweit geht das AMS für heuer von einem Arbeitsmarkteintritt von 1.700 bis 2.500 Personen aus. „Das ist der Grund, warum wir mit einem leichten Plus bei der Zunahme der Arbeitslosigkeit rechnen. Mit 6,5% sollte die Arbeitslosenquote in Tirol heuer fast gleich wie 2016 bleiben“, so Schranz.

Im Jahresschnitt waren im Vorjahr 9.300 Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss und 1.159 mit akademischer Ausbildung arbeitslos. 41,8% der Arbeitslosen hatten keine die Pflichtschule übersteigende Schulbildung vorzuweisen, 38,5% verfügten über einen Lehrabschluss, 6,1% über eine mittlere Ausbildung. 2,2% der Beschäftigungslosen hatten eine AHS-Ausbildung, 2,9% eine höhere technische oder kaufmännische und 5,2% eine akademische Ausbildung. „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass die Bildung der Schlüssel zum Arbeitsmarkt war, ist und immer mehr sein wird“, betont AMS Tirol-Chef Anton Kern.

Als Budget für aktive Arbeitsmarktpolitik stehen 2017 insgesamt 50,3 Mio. Euro zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Bildungsmaßnahmen. 16,9 Mio. Euro werden dafür aufgewendet, unter anderem für 2.700 Berufs- und Zertifizierte Ausbildungen.

Text: Redaktion, Symbolfoto: Fotolia/Solovyova

27. Januar 2017 um