Arbeitsmarkt: In Osttirol sank die Arbeitslosigkeit im August um 19 Prozent

Die Arbeitslosenquote betrug im August in Tirol lediglich 3 Prozent. Beim AMS Lienz waren 558 Personen als arbeitslos gemeldet, 131 weniger als im August 2021.

10.903 Personen waren in Tirol mit Stichtag 31. August 2022 arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 17,3 Prozent. Mit 558 Arbeitslosen ist die Quote im Bezirk Lienz noch stärker zurück gegangen, nämlich um 19 Prozent. Österreichweit lag der Rückgang bei 13 Prozent. Aktuell gibt es in Österreich 249.019 Arbeitslose.

„Die hohe Inflation wirkt sich aktuell noch nicht spürbar auf den Tiroler Arbeitsmarkt aus. Die Beschäftigung ist weiterhin auf Rekordniveau, die Arbeitslosigkeit sehr gering. Die Langzeitarbeitslosigkeit sinkt kontinuierlich. Obwohl die Prognosen für den Arbeitsmarkt grundsätzlich positiv sind, bereiten wir uns aufgrund der vielen Unsicherheiten bereits auf mögliche Herbst- und Winterszenarien vor“, kommentiert Alfred Lercher, Landesgeschäftsführer des AMS Tirol, die derzeitige Lage am Arbeitsmarkt.

 

 

Rekordbeschäftigung auch durch Zuwanderung

Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften und die weiterhin sehr starke Zuwanderung ermöglichen Beschäftigungsrekord in Tirol. „Diese Entwicklung hat zur Folge, dass sich die Chancen am Arbeitsmarkt auch für jene Menschen verbessern, die benachteiligt sind. Es profitieren insbesondere Frauen, Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Geringqualifizierte. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist auf das Vorkrisenniveau gesunken”, so Lercher.

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) geht in seiner aktuellsten Konjunkturprognose (Juni 2022) davon aus, dass die wirtschaftliche Erholung in Österreich infolge des Krieges in der Ukraine, insbesondere in der Industrie und im Bauwesen, etwas an Schwung verlieren wird. Im Unterschied zum Höhepunkt der Covid-19-Krise begünstigt der breite Branchenmix mit einem starken Dienstleistungssektor jedoch die Erholung am Arbeitsmarkt.

„Tirol könnte von einem starken Tourismussektor besonders profitieren. Neben der anhaltend starken Zuwanderung wird auch die kontinuierlich steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen und eine steigende Erwerbsquote älterer Menschen zu einem weiteren Anstieg des Arbeitskräfteangebotes führen und die Folgen des demografischen Wandels abmildern“, erklärt der Tiroler AMS-Chef dazu.

 

Text: Redaktion, Symbolfoto: AdobeStock/Olga, Grafik: AMS Tirol

01. September 2022 um