Arbeitslosigkeit stieg im Dezember um 13,7%
2 218 Arbeitssuchende waren mit Ende Dezember 2013 bei der AMS-Geschäftsstelle Lienz gemeldet – 268 Personen mehr als im Dezember 2012 waren damit arbeitslos.
Alarmierend ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit auch bundesweit – 428 143 Personen waren mit Ende Dezember 2013 in Österreich ohne Job, das sind um 11,1% mehr als im Vergleichsmonat 2012. Im Bundesland Tirol waren mit Ende des vergangenen Jahres 21 658 Personen als arbeitslos gemeldet, das bedeutet einen Anstieg um 14,8% gegenüber Ende 2012. „Besonders auffallend ist in Tirol der Anteil der über 50-Jährigen mit einem Anstieg von 31,4%“, so Christa Warmuth, stellvertretende Leiterin der AMS-Geschäftsstelle Lienz.
In Osttirol waren Ende Dezember 835 Frauen und 1 383 Männer als arbeitslos gemeldet. „Der Anstieg von 18,9% bei den Frauen und 10,8% bei den Männern bedeutet einen Gesamtanstieg von 13,7% gegenüber Dezember 2012. Der Anstieg fällt damit im Bezirk Lienz nur mäßig geringer als im ganzen Bundesland aus“, betont Warmuth. Der stärkste Zuwachs war auch in Osttirol bei den über 50-Jährigen zu verzeichnen, nämlich 96 Personen oder 21,8% mehr Arbeitslose als im Vorjahr.
„Bei den weiblichen Arbeitslosen ist der Anstieg im Handel und im Fremdenverkehr am höchsten, bei den Männern im Elektro- und Metallgewerbe, im Baugewerbe sowie bei den Hilfsberufen“, so Warmuth. Die Aufteilung auf die einzelnen Branchen falle damit in Osttirol ähnlich aus wie im gesamten Bundesland Tirol. Den hohen Anstieg bei den Mitarbeiterinnen im Handel führt Christa Warmuth vor allem auf die Pleite der Handelskette Daily zurück. „Insgesamt waren in Osttirol von der Daily-Pleite 35 Mitarbeiterinnen betroffen, 18 davon sind nach wie vor beim AMS vorgemerkt“, erklärt dazu Warmuth. Der Anstieg im Baugewerbe mit 19 Arbeitslosen mehr als im Vorjahr habe wohl mit der Auftragslage zu tun. „Für den eklatanten Zuwachs an Vorgemerkten im Bereich Gastronomie und Beherbergungsbetriebe sowohl im Bezirk Lienz als auch im gesamten Bundesland Tirol haben wir vordergründig zur Zeit noch keine Erklärung“, meint die AMS-Mitarbeiterin abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: clipart