Arbeitslosigkeit im November in Osttirol entgegen dem Trend rückläufig
Im Bezirk Lienz sank die Arbeitslosenquote im November um 2,4 Prozent, während sie im gesamten Bundesland Tirol um 3,9 Prozent zunahm. 1.270 Personen waren beim AMS Lienz Ende November als arbeitslos vorgemerkt.
Mit Stichtag 30. November 2025 waren in Tirol 21.778 Personen arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 818 Menschen mehr (+3,9 %). In Osttirol hingegen sank die Arbeitslosenquote um 2,4 Prozent auf 1.270 Beschäftigungslose. Neben Osttirol liegt die Arbeitslosenquote nur in den Bezirken Landeck (-5 %) und Kitzbühel (-3,3 %) unter dem Vorjahresniveau.
„Der Tiroler Arbeitsmarkt befindet sich weiter in Bewegung. Sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch der Arbeitslosen steigt, begleitet von einem tiefgreifenden Strukturwandel. Der frühe Schnee sorgt im Tourismus nun für positive Stimmung. Diese kann sich auch auf andere Branchen positiv auswirken“, erklärt Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol.

Steigende Arbeitslosigkeit im Tiroler Zentralraum
Ein überdurchschnittlich starker Anstieg der Arbeitslosigkeit zeigte sich in den Bezirken Innsbruck Stadt/Land (+10,4 %) und Kufstein (+8,6 %). Allein in Innsbruck sind derzeit um 742 Personen mehr arbeitslos vorgemerkt als im Vorjahr.
„Die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung zeigt, dass sich in den Tiroler Ballungsräumen mehrere Trends überlagern. Die wirtschaftliche Schwäche im Handel und in Teilen der Industrie trifft auf einen anhaltenden Zuzug in den Tiroler Zentralraum – das führt zu einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit“, erklärt dazu die Landesgeschäftsführerin.
Neben der schwachen Konjunktur und einem Beschäftigungsrückgang im Handel und in Teilen der Industrie würden auch eine anhaltende Abwanderung aus peripheren Regionen und das Wachstum der Erwerbsbevölkerung in den Ballungsräumen zu dieser Entwicklung beitragen. Der Anteil der Arbeitslosen mit maximal Pflichtschulabschluss ist im Bezirk Innsbruck Stadt/Land mit 47 % besonders hoch.
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