Arbeitslosigkeit im August weiter sinkend – Entspannung besonders auch in Osttirol
Tirol weist mit 5,2 % im August österreichweit die geringste Arbeitslosenquote aus. Von allen Tiroler Bezirken ist der Anstieg gegenüber August 2019 in Lienz am niedrigsten.
Die relativ gute Auslastung im Sommertourismus sorgte im August am Tiroler Arbeitsmarkt weiter für Entspannung. So gibt es deutlich mehr unselbstständig Erwerbstätige als zum Höhepunkt der Corona-Krise. Bei einem prognostizierten Stand von 340.000 unselbstständig Beschäftigten und 18.830 vorgemerkten Arbeitslosen betrug die Arbeitslosenquoten Ende August 5,2 %. Im August 2019 betrug die Arbeitslosigkeit 3,2 %.
Beim AMS Lienz waren zum 31. August 2020 insgesamt 1.034 Personen als arbeitslos gemeldet – 131 oder 14,5 Prozent mehr als im August 2019. Osttirol hat somit von allen Tiroler Bezirken den geringsten Anstieg gegenüber August des Vorjahres zu verzeichnen. An 2. Stelle liegt der Bezirk Kufstein mit 34,8 %. Am höchsten war der Zuwachs an Arbeitslosen im August im Bezirk Imst mit 90,4 %.
„Erwartungsgemäß ist die Arbeitslosigkeit zum saisonalen Höhepunkt Ende August im Vergleich zum Vormonat weiter rückläufig. Hauptverantwortlich dafür ist der Bereich Beherbergung und Gastronomie, wo die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um 1.015 gesunken ist“, so Anton Kern, Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.
In Summe ist die Arbeitslosigkeit Ende August im Vergleich zum Höhepunkt der Covid-19 Krise um 26.952 oder 59 % zurückgegangen. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ist hingegen in Tirol von 306.093 (April 2020) auf 340.000 angestiegen. Die erfreuliche Entwicklung könne jedoch laut AMS nicht darüber hinwegtäuschen, dass im August 2020 die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten um 9.000 Personen niedriger und die Zahl der Arbeitslosen um 63 % höher liegt als im August 2019.
„Prognosen für die weitere Zukunft sind schwierig – im Tourismus genauso wie auf längere Sicht auch im Produktionsbereich. Es lässt sich überhaupt nicht abschätzen, wie viele der Unternehmen weiteres Personal abbauen müssen, wenn die monetären Reserven aufgebraucht sind und gestundete Zahlungen fällig werden. Sicher ist, dass wir im Herbst mit einem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Tirol rechnen müssen. Auch danach ist ein weiterer Zuwachs zu erwarten“, sagt Anton Kern.
Text: Redaktion, Symbolfoto: Martin Lugger