Arbeitslosenzahlen auch in Osttirol weiter stark rückläufig

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk Lienz um 37 % gesunken. Tirol hat im Österreich-Vergleich aktuell die geringste Arbeitslosenquote.

Bei 13.121 Arbeitslosen und 354.000 unselbstständig Beschäftigten betrug die Arbeitslosenquote im Juli 2021 in Tirol 3,6 % – die geringste Arbeitslosenquote aller österreichischen Bundesländer. Vor einem Jahr waren in Tirol noch 20.487 Menschen als arbeitslos vorgemerkt.

Wie hoch die Arbeitslosigkeit trotzdem noch ist, zeigt ein Vergleich mit dem Vorkrisenniveau. Im Juli 2019 waren in Tirol 11.074 Menschen beschäftigungslos – ca. 2.000 Personen weniger als heute.

Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr in Tirol um 36 Prozent gesunken. Beim AMS Lienz sind mit Ende Juli 2021 insgesamt 687 Menschen als arbeitslos vorgemerkt – 404 Personen oder 37 % weniger als im Juli 2020. Am stärksten zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit in den Bezirken Landeck (-54,9 %) und Imst (-48,8 %).

In wichtigen Branchen haben sich Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sehr schnell erholt, die Auftragsbücher sind voll. Auch die Meldung offener Stellen bestätigt diese Entwicklung. Im Gastgewerbe und in der Hotellerie befindet sich die Arbeitslosigkeit auf Vorkrisenniveau. Im Handel, der Dienstleistung, der Warenproduktion und im Bau ist die Quote noch höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

„Der aktuelle Befund für den Tiroler Arbeitsmarkt ist ein positiver, und die Tiroler Wirtschaft hat insgesamt betrachtet schneller Fahrt aufgenommen, als wir noch zu Jahresbeginn gehofft haben. Eine zentrale Aufgabe der Arbeitsmarktpolitik ist jetzt, den Sockel von über 2.400 Langzeitarbeitslosen abzubauen. Mehr als die Hälfte aller Langzeitarbeitslosen in Tirol ist älter als 50 Jahre“, erklärt Alfred Lercher, Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.

 

Text: Redaktion, Symbolfoto: AdobeStock/Robert Kneschke

02. August 2021 um