ARA Kids-Day in Debant: Mülltrennung ist wichtig!

Am 1.7. fand am Gelände der Fa. Rossbacher eine Informationsveranstaltung statt, mit dem Ziel, das Bewusstsein von Kindern in Sachen Mülltrennung zu schärfen.

Organisiert wurde das Event, im Rahmen dessen sich 300 Mädchen und Buben von drei Volksschulen aus dem Bezirk Lienz und drei Kindergärten aus Oberkärnten an sieben Stationen mit Themen wie Umweltschutz, Abfallvermeidung, Abfalltrennung, Recycling und Littering spielerisch auseinandersetzen konnten, von der ARA (Altstoff Recycling Austria) und dem AWVO (Abfallwirtschaftsverband Osttirol). „Mit dieser Aktion wollen wir bei den Kindern ansetzen und ihnen bewusst machen, wie wichtig Mülltrennung ist“, so Hans Baumgartner vom ARA-Regionalbüro Süd. Ins selbe Horn stieß auch AWVO-Geschäftsführer Bernhard Schneider: „Die Infrastruktur für die Mülltrennung ist bei uns vorhanden. Trotzdem ist es immer wieder erforderlich, zu informieren, zu sensibilisieren und Aufklärungsarbeit zu betreiben. Das ist schon im Kindesalter wichtig und im Rahmen von Aktionen wie der heutigen können die Mädchen und Buben direkt vor Ort sehen, wieviel Müll in Osttirol anfällt.“

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Man könne die Situation, so GF Schneider weiter, im Bezirk Lienz nicht schön reden. Der Wohlstand habe keine Hemmschwelle, wenn es darum gehe, Müll zu produzieren. Von allen Tiroler Bezirken sei nur die Stadt Innsbruck in Sachen der so genannten Fehlwürfe noch nachlässiger als die Osttirolerinnen und Osttiroler. In den dafür vorgesehenen Tonnen lande nicht nur Papier, Plastik oder Glas, sondern auch vieles andere. Besonders schlimm sei es bei den Sammelinseln in der Stadt, wo lt. dem AWVO-Geschäftsführer bis zu 50% Fehlwürfe verzeichnet werden. Daraus entstünden den Gemeinden allerdings hohe Kosten, denn wer schlecht trennt, zahlt. Im Gegensatz dazu gebe es aber für sortenrein Getrenntes, das einen Wert darstellt, Geld zurück. Dazu erklärte Ronald Pirker vom Altstoffsammelzentrum der Fa. Rossbacher: „Lukrativ sind beispielsweise PET-Flaschen oder Tetra-Paks, immer vorausgesetzt, dass sie sortenrein gesammelt wurden!“

Eine richtige Mülltrennung schlägt sich unmittelbar in niedrigeren Müllgebühren nieder. Als positives Beispiel dafür nannte Bernhard Schneider die Gemeinde Virgen, in der im Zusammenhang mit dem neuen Recyclinghof nur rund 3-4 Prozent Fehlwürfe registriert werden. „ Es ist zwar einfach, die Schuld an hohen Müllkosten der Politik zuzuschieben. Es liegt aber an jedem Einzelnen, Müll richtig zu trennen, mit dem unmittelbaren Vorteil, weniger zu zahlen!“, so der Geschäftsführer des AWVO abschließend.

Text: J. Hilgartner, Fotos: www.osttirol-heute.at/D. Hotzler

03. Juli 2015 um