An der neuen Felber-Trasse wird schon fest gebaut

Die Felbertauernstraße AG steckt schon mitten in den Bauarbeiten für die neue Straße vom Tauernhaus zum Tunnelportal. Ende Juni 2015 soll die neue Trasse fertig sein.

Dort, wo ab Sommer 2015 der Verkehr zum Südportal des Felbertauerntunnels rollen soll, wurden bereits vor Ostern Holzschlägerungsarbeiten durchgeführt. Am Dienstag nach Ostern richteten die Baufirmen die Baustelle ein. „Zunächst wurden die Zufahrtsstraßen zu den geplanten Brückenbauwerken errichtet. Danach wurde der Oberboden und der Humus abgeschoben, und jetzt wird schon fest an der eigentlichen Straße gebaut“, erklärt Mag. Karl Poppeller, Vorstandsvorsitzender der Felbertauernstraße AG (FAG).

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Eine Spur des zerstörten Straßenabschnitts bleibt als Forst-, Arbeits- und Notweg erhalten. Im Bereich der anderen beiden Spuren entsteht ein Damm, der die darunter liegende Straße schützen soll.

Die neue Trasse wird zweistreifig ausgeführt, knapp 3,5 Kilometer lang sein und in zwei Kehren vom Matreier Tauernhaus bis zum Tunnelportal geführt. Die wohl größten Herausforderungen dieses Bauprojektes sind die vier Brückenbauwerke. Eine rund 30 Meter lange Brücke über den Daberbach, ein ca. 192 Meter langes Brückenbauwerk knapp unterhalb der Mautstelle und eine weitere Brücke über die Daberbachklamm sind notwendig, die talseitige Kehre wird halb als Brückenbauwerk, halb als Hangeinschnitt ausgeführt. Das Lienzer Bauunternehmen Walter Frey wird 2 Baulose ausführen, in denen auch die Brückenbauwerke enthalten sind, ein Baulos realisiert eine Gemeinschaft aus den Firmen TEERAG-ASDAG und Gebrüder Haider aus Oberösterreich.

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„Trotz der Bauarbeiten an der neuen Trasse soll die derzeitige Umfahrungsroute während des gesamten kommenden Sommers ohne Beschränkungen befahrbar sein. Die bauausführenden Firmen wurden von uns entsprechend angewiesen“, so Poppeller. Parallel zu den derzeitigen Bauarbeiten wird der durch den Felssturz vom 14. Mai 2013 verschüttete Teil der Felbertauernstraße freigelegt und die Schildalmgalerie, die größtenteils zerstört wurde, abgeräumt. „Der gesamte vom Felssturz-Ereignis betroffene Teil der Straße wird also rückgebaut. Die bergseitige Spur bleibt als Forst-, Arbeits- und Notweg erhalten“, so der FAG-Vorstand. Die anderen beiden Fahrstreifen werden als Damm aufgeschüttet und mit Humus bepflanzt.

„Der Damm soll in Zukunft die unterhalb der Schildalmgalerie liegende Straße schützen. Der Rückbau der alten Trasse hat derzeit keine Priorität, aber wir können gewisse Synergieeffekte nutzen, wenn wir teilweise parallel arbeiten“, erklärt dazu Poppeller. Geplant ist, dass der Verkehr ab Ende Juni 2015 über die neue Felbertauern-Trasse rollt.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute   

 

09. Mai 2014 um