Alpenvereinshütte am Karnischen Kamm umgestaltet: Die Porzehütte in neuem Glanz

Die Porzehütte wurde am Freitag, 23. September 2022, offiziell eingeweiht. Die Bauphase dauerte in etwa zwei Jahre, die Kosten beliefen sich auf rund 900.000 Euro.

Die Porzehütte liegt auf 1.942 Metern Seehöhe am Karnischen Höhenweg, einer beliebten Weitwanderroute. Am 23.9.2022 fanden sich rund 45 Gäste auf der Porzehütte zur offiziellen Einweihungsfeier nach erfolgreich durchgeführtem Umbau ein. Fritz Macher, der 1. Vorsitzende des Alpenverein Austria, eröffnete den Festakt. Nach ihm informierten Peter Auer jun., Hüttenwirt der Porzehütte seit 2015, Obertilliachs Bürgermeister Matthias Scherer, TVB-Ortsausschuss-Obmann Gerhard Scherer, Anton Sint, der langjährige Vorsitzende der ÖAV-Sektion Sillian, Doris Hallama, die Vizepräsidentin des ÖAV, sowie Architekt Christoph Milborn über die Geschichte der Porzehütte und die neuesten Ausbaumaßnahmen. Pfarrer Siegmund Bichler nahm, in Anwesenheit zahlreicher weiterer Ehrengäste, die Segnung der Hütte vor.

 

 

Umfangreiche Aus- und Umbaumaßnahmen Fehlende räumliche Kapazitäten bzw. der nicht mehr zeitgerechte Standard der Matratzenlager waren der Grund für den nunmehr erfolgten Um- und Ausbau. Um diesem Vorhaben gerecht zu werden, hatte der Alpenverein Austria, gemeinsam mit Architekt DI Christoph Milborn, eine Aufstockung der Hütte und eine Vergrößerung der Küche mit neuen Lagerräumen konzipiert. Der Start zu den Baumaßnahmen erfolgte im Herbst 2019, im Frühjahr 2020 konnten alle Arbeiten abgeschlossen werden. Der Pandemie ist es geschuldet, dass die offizielle Einweihung erst jetzt stattfinden konnte. Heute stehen den Wanderern 7 Zimmerlager für jeweils 5 Personen und 4 Räume für je 7 Personen zur Verfügung. Im Obergeschoß wurden je ein Gäste-WC für Damen und Herren sowie ein Personal-WC installiert und eine neue Pächterwohnung eingerichtet. Die große Raumhöhe sichert ein angenehmes Luftvolumen und eine bessere Bewegungsfreiheit.

 

 

Die Küche und der Schankbereich, gerätetechnisch bestens ausgestattet, entsprechen als Folge der Erweiterung nach Westen hin dem heutigen Standard eines Gastgewerbebetriebes. Die Verlegung der Haustechnik in den neuen Keller unter der Terrasse mit Schichtspeicher, Gastherme und Pumpen stellt die Beheizung der Gasträume, Lagerräume, der Pächterwohnung und des großzügigen Trockenraums im Altkeller sicher. Im Zuge des Bauprojektes wurden die Energieversorgung durch das Wasserkraftwerk, die Photovoltaikanlage und das Notstromaggregat aufgerüstet. Mit Ausnahme der betonierten Kellerräume ist der gesamte Neubau als Holzbau in moderner Brettsperrholztechnik und mit einer Fassadenverkleidung mit Lärchenschindeln ausgeführt. Diese Bauweise machte es möglich, die einzelnen Wand- und Dachelemente vorzufertigen, sodass sich inklusive des Innenausbaues eine äußerst kurze Montagezeit von 5,5 Wochen ergab.

 

Text: Redaktion, Fotos: © Flo Totschnig, Christoph Milborne

14. Oktober 2022 um