ALPARC-Sommerevent: Alpine Schutzgebiete bündeln ihre Kräfte in Osttirol

Im Rahmen des ALPARC-Sommerevents „TOGETHER for the ALPS“ tauschten sich Akteure alpiner Schutzgebiete vom 15. bis 18. September in Matrei über aktuelle Herausforderungen und zukunftsweisende Strategien für den Alpenraum aus.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Netzwerk alpiner Schutzgebiete (ALPARC) in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern Tirol. Die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs Ländern des gesamten Alpenraums diskutierten in Fachseminaren und Arbeitsgruppen über innovative Ansätze zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, zeitgemäße Umweltbildung und nachhaltiges Besuchermanagement.

 

ALPARC-Präsident Peter Oggier begrüßte die Tagungsgäste in Matrei in Osttirol.

 

Exkursionen ins Ködnitztal, ins Innergschlöss und ins Gletschervorfeld des Schlatenkeeses machten die Praxis direkt erlebbar: Die internationalen Expertinnen und Experten besichtigten erfolgreiche Umsetzungen vor Ort – vom inklusiven Themenweg bis hin zur biodiversitätsfördernden Almwirtschaft. Auf der interaktiven Ausstellung „Alpine Ideenmesse“ lernten sie zudem inspirierende Projekte kennen und knüpften wertvolle Synergien.

 

Die Exkursion zu den Themen Besuchermanagement und inklusives Naturerlebnis führte vom Glocknerwinkel zur Lucknerhütte.

 

Projektstart „AfterAlpineIce“: Neue Lebensräume, neue Herausforderungen

Ein besonderer Meilenstein der Tagung war der offizielle Start des Interreg-Alpine-Space-Projekts „AfterAlpineIce“. Das Projekt befasst sich mit der Erforschung, dem Schutz und dem Management neu entstehender, eisfreier Flächen.

Beim ersten Treffen der Arbeitsgemeinschaft – bestehend aus zwölf Partnerinnen und Partnern aus sechs Alpenländern – wurden bereits erste konkrete Umsetzungsschritte vereinbart. Diese beinhalten unter anderem standardisierte Felderhebungen zur Besiedlung von Gletschervorfeldern durch Pionierarten – ein Prozess, der oft überraschend schnell abläuft. Erste Untersuchungen in Osttirol bestätigen, dass bereits innerhalb von fünf Jahren bis zu fünf Blütenpflanzenarten den frisch eisfrei gewordenen Boden besiedeln.

 

Inspiration, Austausch und innovative Konzepte bei der „Alpinen Ideenmesse“

 

30 Jahre Kooperation und ein Blick in die Zukunft

Während der Konferenz fanden auch die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen von ALPARC statt. Die Ergebnisse und der intensive Erfahrungsaustausch fließen in laufende und zukünftige Projekte der ALPARC-Partner ein. Die internationalen Kooperationen ermöglichen auch die Lukrierung europäischer Fördermittel für Projekte in den Regionen.

 

 

Text: Redaktion, Fotos: NPHT/Jurgeit, Nell

23. September 2026 um