Ainet: Lebenshilfe pflanzt gemeinsam mit Forstdienst 100 klimafitte Bäume

Menschen mit Behinderungen setzen in Kooperation mit dem Tiroler Forstverein und Bezirksforstinspektionen Laub- und Nadelbäume und helfen so dem Wald und der Natur.

Den „Bunten Lebenshilfe Wald“ hat die Lebenshilfe Tirol im letzten Jahr gemeinsam mit dem Tiroler Forstverein und den Bezirksforstinspektionen mit 460 gepflanzten Laub- und Nadelbäumen ins Lebens gerufen. Ein gelungener Start – und heuer sollen weitere tausend Bäume in ganz Tirol hinzukommen.

 

 

Im Naherholungsgebiet „Aineter Teich“ schritten bei prächtigem „Pflanzwetter“ am Mittwoch, 8. Juni, Klient*innen der Lebenshilfe gemeinsam mit ihren Betreuer*innen, Bezirkshauptfrau Olga Reisner, Bezirksforstinspektor Erich Gollmitzer, Mitarbeiterinnen des Sozialreferats der BH Lienz und Vertretern der Waldgenossenschaft Iseltal zur Tat. In kürzester Zeit pflanzten die fleißigen „Forstarbeiter*innen” hundert Bäumchen.

 

BH Olga Reisner und BFI Erich Gollmitzer packten bei der Baumpflanz-Aktion in Ainet wie alle anderen Beteiligten kräftig an.

 

„Das Land Tirol und die Bezirkshauptmannschaft Lienz beteiligen sich gerne an dieser Aktion. Dieser wunderschöne Teich und das Naherholungsgebiet gelten als Ausgleichsmaßnahme für das Nasslager der Waldgenossenschaft Iseltal. Vor allem geht es darum, klimafitte Bäume zu pflanzen und so dem Wald, der Natur und schließlich auch den Menschen zu helfen“, betonte die Bezirkshauptfrau.

 

 

Bezirksforstinspektor Erich Gollmitzer sprach über die Bedeutung eines „klimafitten Bergwaldes“. „Unser Bestreben ist es, vor allem unter 1.000 Metern Seehöhe die Fichte Schritt für Schritt mit Laubbäumen zu ersetzen. Deswegen pflanzen wir auch im Rahmen dieser Aktion mit der Lebenshilfe vor allem Linde, Eiche, Vogelbeere und Vogelkirsche an. Diese Bäume sind Tiefwurzler und deswegen weniger anfällig für Windwürfe. Außerdem sind sie resistent gegen den Borkenkäfer. Solche klimafitte Baumarten sind also äußerst gut für den Schutzwaldaufbau geeignet.“

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

08. Juni 2022 um