Notwendiger Ausbau, gelungene Modernisierung
Am 14.5. wird die Eröffnung des „neuen“ Aguntstadions gefeiert. Das größte kommunale Bauprojekt des vergangenen Jahres in Nußdorf-Debant findet damit seinen Abschluss.
Die Freude über die modernisierte Infrastruktureinrichtung der Marktgemeinde ist nicht nur bei Spielern, Funktionären und Fans des FC-WR Nußdorf-Debant groß. Auch Bürgermeister Ing. Andreas Pfurner lobt die erfolgreiche Umsetzung der rund 1,9 Millionen Euro umfassenden Investition. „Der Ausgangspunkt für die Entscheidung, dieses Projekt in Angriff zu nehmen, war der nicht mehr zeitgemäße und z.T. baufällige Zustand der Kabinenanlagen, die als Teil des örtlichen Sport- und Freizeitzentrums aus den 90er-Jahren stammten. Des Weiteren galt es, den gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Barrierefreiheit gerecht zu werden und nicht zuletzt musste auch die Tribüne den heutigen Erfordernissen angepasst bzw. eine neue Flutlichtanlage installiert werden.“

Im August 2020 wurde das Osttiroler Büro modul-2, nach vorausgegangener Angebotslegung im Mai 2020, vom Nußdorf-Debantner Gemeinderat mit der Planung und Bauleitung beauftragt. Ing. Hans-Martin Mandler und Ing. Thomas Unterweger konzipierten eine großzügige Tribünenanlage mit Raum für Stadionbuffet, Umkleidekabinen und Lagerräume an der Westseite des Stadions. Im Zuge der kommunalen Großinvestition wurden auch das Hauptspielfeld mit einer modernen LED-Flutlichtanlage ausgestattet und, zur Verbesserung der Verkehrs-Infrastruktur, an der Ostseite des Stadions neue Längsparkplätze entlang der Hermann Gmeiner-Straße errichtet. Gleichzeitig wurde der Gehsteig erneuert und ein kombinierter Sichtschutz- und Ballfangzaun aufgestellt.
Thomas Unterweger und Hans-Martin Mandler von modul-2. Foto: Osttirol Journal
Der Baustart erfolgte Ende Oktober 2020. „Pandemiebedingt verzögerte sich die endgültige Fertigstellung zwar“, so Ing. Mandler, „dafür ist das Ergebnis umso schöner. Die letzten Arbeiten wurden im März 2022 abgeschlossen.“ Herausragendes Element der neuen Anlage ist ohne Zweifel die barrierefreie Rampe, deren Maße Ing. Unterweger mit „einer Länge von knapp 60 Metern und einer Breite von 2,40 Metern“ beschreibt. „Sie erfüllt einerseits die gesetzlichen Vorgaben eines behindertengerechten Zuganges und soll andererseits den Zuschauern auch einen guten Überblick ermöglichen. Von der Rampe aus kann man auch Fußballspiele beobachten sowie den Tennisspielern zuschauen, liegen die Tennisplätze doch direkt hinter der neuen Tribünenanlage.“

Auf der rund 41 Meter langen Tribüne selbst, die zusätzlich durch zwei Freitreppen an der Nord- und Südseite erschlossen wird, gibt es 248 Sitzplätze. Das Zuschauerdeck bietet Platz für weitere 110 Personen. Die öffentlichen Sanitäreinrichtungen, Kantine und Ausschank sowie eine eigene, erhöhte Sprechkanzel befinden sich im Obergeschoss des Gebäudes, während die Kabinen im Erdgeschoss untergebracht sind. Zu den insgesamt fünf Kabinen mit einer Größe zwischen 24,5 bis 40 m² (davon drei für Heim- und zwei für Auswärtsmannschaften), die im Winter vom Eishockeyverein mitgenützt werden, gehören auch neue, moderne Dusch- und WC-Anlagen. Weitere Flächen sind für die Schirikabine (inkl. DU/WC), je einen Notfall-, Wirtschafts- und Technikraum, für Lagermöglichkeiten (u.a. auch für die Eismaschine) sowie für weitere öffentliche WCs vorgesehen.


In die Baumaßnahmen waren, so Bürgermeister Andreas Pfurner, überwiegend heimische Betriebe involviert. Selbst ein begeisterter Hobby-Fußballer, schwärmt der erfahrene Politiker von der besonderen Atmosphäre im „neuen“ Aguntstadion, das er als „kleines, aber feines Stadion“ bezeichnet. „Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten spannenden Osttirol-Derbys hier bei uns in Debant, wenn hunderte Fußballfans wieder unsere Kampfmannschaft anfeuern.“
Text: Elisabeth Hilgartner, Fotos: Martin Lugger