Arbeitslosigkeit steigt in Tirol weiterhin an – in Osttirol stieg die Quote im April um 6,5 %
Im Bezirk Lienz waren mit Stichtag 30. April 2025 insgesamt 1.129 Personen als arbe–itslos vorgemerkt, das sind um 6,5 Prozent mehr als im April 2024. im gesamten Bundesland Tirol stieg die Arbeitslosigkeit um 2,7 Prozent.
Ende April waren in Tirol 21.070 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 554 Menschen mehr (+ 2,7 %). 73,4 Prozent sind seit weniger als drei Monaten arbeitslos. 42,2 % haben eine Einstellzusage von einem Betrieb. 39 Prozent waren zuletzt in der Beherbergung und Gastronomie beschäftigt. Österreichweit liegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei 8,4 %.
Beim AMS Lienz waren Ende April 1.129 Beschäftigungslose vorgemerkt, das bedeutet einen Anstieg von 6,5 Prozent im Vergleich zum April 2024. Nur im Bezirk Innsbruck war der Anstieg höher als in Osttirol, nämlich 10,9 Prozent.
„Die Arbeitslosigkeit steigt in Tirol nach wie vor. Der negative Trend am Arbeitsmarkt scheint sich aber langsam einzubremsen, und auch einzelne Signale aus der Wirtschaft lassen wieder Hoffnung auf eine Trendwende aufkeimen“, so Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol.
Demografischer Wandel rückt ältere Erwerbstätige in den Fokus
Bis zum Jahr 2040 wird die Tiroler Bevölkerung voraussichtlich um ca. 4,6 % auf fast 810.000 Menschen wachsen. Die altersbedingte demografische Verschiebung ist dabei die bedeutsamste Veränderung in der Bevölkerungsstruktur. Der Anteil der Über-50-Jährigen steigt von 41,4 % im Jahr 2024 auf 46,1 % im Jahr 2040. Der Anteil der Unter-25-Jährigen sinkt im gleichen Zeitraum von 24,8 % auf 23,6 %. Die Bevölkerung der Über-65-Jährigen steigt von 2024 bis 2040 um 48,2 %.
„Angesichts des demografischen Wandels wird die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen für die Zukunftsfähigkeit unseres Arbeitsmarktes immer wichtiger. Investitionen in altersgerechte Arbeitsplätze und in die Gesundheitskompetenz und -förderung werden auch für die Abmilderung des Fachkräftemangels zum entscheidenden Faktor“, erklärt dazu Sabine Platzer-Werlberger.
Die Erwerbsbevölkerung wird bis zum Jahr 2040 in den Bezirken Lienz (minus 9,3 %) und Landeck (minus 8,1 %) besonders deutlich schrumpfen. Für die Bezirke Kufstein (+ 5,4%), Innsbruck (+ 3,0 %) und Schwaz (+ 2,4 %) fällt die Prognose hingegen positiv aus.
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