Volksschulkinder hatten auf der „Baustelle“ viel Spaß
Am Mittwoch, 24. Mai, machte die „Erlebniswelt Baustelle“ bei der Lienzer Wirtschaftskammer Station. Ziel ist es, Kindern die Berufe am Bau näher zu bringen.
Bei „Erlebniswelt Baustelle“ handelt es sich um ein Projekt der Tiroler Bauwirtschaft und der Wirtschaftskammer. „Ziel ist es, Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren die Berufe am Bau näher zu bringen. Mehr als 20.000 SchülerInnen waren in den letzten fünf Jahren in der Bauakademie Innsbruck dabei“, erklärte Stefan Elmer von der Agentur EEC, die das Projekt betreut. Mit der heurigen Bezirkstour kommt die „Erlebniswelt Baustelle“ näher zu den Schulen, besonders auch am Land.
Am Parkplatz vor der Lienzer Wirtschaftskammer wurden am Mittwoch, 24. Mai, 16 Stationen aufgebaut. Über 200 SchülerInnen der Volksschulen Schlaiten, Thal, Lienz-Nord, Ainet, Bannberg, Lavant, Leisach, Klausenberg (Assling) und Kals a. Gr. erfuhren viel Wissenswertes und legten auch selber Hand an. Ob Maurer, Glaser, Installateur, Dachdecker, Maler oder Zimmerer – die Kinder erfuhren, dass die Berufe am Bau nicht nur unersetzlich sind, sondern auch jede Menge Spaß machen können. „Aus unseren Erfahrungen bei den Veranstaltungen in der Bauakademie wissen wir, dass die Kinder gerne mit anfassen und selbst etwas ausprobieren. Die haptische Wahrnehmung wird für den Menschen grundsätzlich immer bedeutender“, so Elmer.
So wurde nun vor der Wirtschaftskammer fleißig gemörtelt, getischlert, gepflastert und gemalt. „Das Handwerk hat bei uns in Osttirol traditionell einen hohen Stellenwert. Die Ansprüche an die Handwerker sind in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen und so die Berufe (noch) attraktiver geworden. Bekanntlich wollen wir durch verschiedene Aktionen die Lehre weiter in den Fokus rücken und mit Projekten wie der ,Erlebniswelt Baustelle‘ die Vorzüge eines Handwerksberufes schon früh erfahrbar machen“, so Michael Aichner, Obmann der Wirtschaftskammer Lienz.
„Für uns ist es wichtig, den SchülerInnen Informationen zu allen Berufen gleichberechtigt nebeneinander anzubieten. Durch derartige Projekte möchten wir zeigen, dass es je nach Talent Sinn machen kann, eine Laufbahn als Facharbeiter anzustreben. Und wir hoffen, dass wir so auch dem Facharbeitermangel, der in immer mehr Branchen um sich greift, entgegen wirken können“, ergänzte WK-Bezirksstellenleiter Mag. Reinhard Lobenwein.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger





