20 Jahre Firma Kollreider: Kunsthandwerk für höchste Ansprüche

Kostbarkeiten erhalten, wiederherstellen oder neu anfertigen – diese anspruchsvolle Tätigkeit prägt den beruflichen Alltag des Maler- und Vergoldermeisters Josef Kollreider.

2021 kann der Anraser Unternehmer auf das 20-jährige Bestehen seines Betriebes zurückblicken. Im Juni 2001 hatte der damals 34-jährige Osttiroler nach einer fundierten Ausbildung, unter anderem an der Meisterschule für Vergolder und Kirchenmaler in München, sowie nach langjähriger Praxiserfahrung den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Noch vor der Firmengründung schloss er, in Ergänzung zum Malermeister, auch die Meisterprüfung im Vergolden und Staffieren ab. Ende 2021 konnte die eigene Malerwerkstätte mit Standort Margarethenbrücke 1 in Anras eröffnet werden. Hier befindet sich auch heute noch der Sitz des Familienunternehmens, in dem von Beginn an Kollreiders Ehefrau Brigitte und seit einiger Zeit auch Sohn Daniel tätig sind.

 

Im Bild (hinten v.l.n.r.): Firmeninhaber Josef Kollreider, Daniel Kollreider, Martin Gietl und Johannes Goller, (vorne v.l.n.r.): Sophia Wurnitsch und Anton Moser

 

Das Arbeitsspektrum der Firma mit aktuell fünf MitarbeiterInnen ist breit gefächert und reicht von der Fassadengestaltung, über die dekorative Wandgestaltung im Innenbereich bis hin zu Vergoldungen, Fassmalereien sowie der Restaurierung öffentlicher und denkmalgeschützter Objekte. Die Erhaltung kunsthistorisch und kulturell bedeutsamer Bauwerke liegt Josef Kollreider besonders am Herzen. Seine Referenzliste ist lang, viele Privathäuser, Hotels und öffentliche Institutionen sowie unzählige Kirchen und Kapellen in der Region tragen die unverwechselbare Handschrift des Maler- und Vergoldermeisters. Ein außergewöhnlicher Auftrag führte ihn vor einigen Jahren nach Klagenfurt, wo der Handwerksmeister und sein Team im Auftrag eines wohlhabenden Russen ein Grabmal am Annabichl gestalteten. „Bis heute ist mir die orthodoxe Ornamentik, gleichsam wunderschön wie erhebend, unvergessen geblieben“, berichtet er und nennt mit der Vergoldung von großen, geschnitzten Holzrosetten und Kapitelen für eine Stube in Südtirol ein weiteres Ausnahmeprojekt.

 

 

Etwas Besonderes ist es, dass der Anraser immer wieder auch vom Denkmalamt mit Arbeiten beauftragt wird – „ein Qualitätskennzeichen“, wie er nicht ohne Stolz meint. Aktuell sind er und sein Team unter anderem im Pfleghaus in Anras mit der Innen- und Außenrestaurierung beschäftigt. Die Auftragslage ist auch ansonsten eine sehr gute, weshalb geplant ist, das Mitarbeiterteam um einen Gesellen und einen Lehrling aufzustocken. „Eine gute Ausbildung, handwerkliches Geschick und künstlerisches Einfühlungsvermögen sind notwendig, um die Schönheit eines Objektes wiederherzustellen“, betont Kollreider, der die Leistungsfähigkeit seines Betriebes immer wieder unter Beweis stellt. Dies sei, wie er sagt, nur mit seinen außerordentlich guten MitarbeiterInnen möglich. Um immer auf dem neuesten Wissensstand zu sein bzw. Neues zu erfahren, legt er viel Wert auf eine kontinuierliche Weiterbildung. Das 20-jährige Firmenjubiläum möchte er, wenn möglich, im Herbst 2021 mit einer kleinen Feier mit Frühschoppen im Anraser Gemeindezentrum begehen.

 

 

www.malerei-kollreider.at

 

Text: E. Hilgartner, Fotos: © Kollreider

17. August 2021 um