100 Jahre Loacker: Street-Art-Künstler Etsom bemalte Wand des Werks in Heinfels
Das Südtiroler Unternehmen Loacker, einer der weltweit führenden Anbieter von Waffel- und Schokoladenspezialitäten, feierte am Samstag, 5. April, in Bozen und am Montag, 7. April, in Heinfels sein 100-jähriges Bestehen.
Die Geschichte von Loacker geht auf das Jahr 1925 zurück, als Alfons Loacker seine kleine Konditorei in Bozen eröffnete. Seitdem ist das Unternehmen stetig gewachsen und hat sich zu einem weltweit führenden Anbieter von hochwertigen Waffel- und Schokoladenspezialitäten entwickelt.
Um dieses besondere Jubiläum zu feiern, wollte Loacker Mitarbeiter, Partner, Institutionen, die Presse, aber auch die Öffentlichkeit miteinbeziehen: Den Rahmen für die offiziellen Feierlichkeiten am Samstagvormittag, 5. April, bildete das Bozner Stadttheater, während das große Fest für alle den Waltherplatz bis in den Abend belebte.

Wandgemälde von Street-Art-Künstler Etsom
Aber auch in Heinfels, wo das Unternehmen mit Hauptsitz in Unterinn am Ritten im Jahre 1999 ein Werk eröffnete, wurde gefeiert. Zum 100. Geburtstag bemalte der renommierte italienische Street-Art-Künstler Etsom eine Wand des Loacker-Gebäudes. Am Montag, 7. April, wurde es enthüllt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Alessandro Conti hat bereits in Mailand drei Wände gemeinsam mit Loacker gestaltet. Die rebellisch anmutenden Wandmalereien sollen den Menschen im Vorübergehenden ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
„Mit einer Präsenz in über 110 Ländern und einem globalen Marktanteil von 4,5 % laut Euromonitor hat unser Unternehmen 2024 einen Gruppenumsatz von 459,4 Millionen Euro erreicht“, erklärte Verwaltungsratspräsident Ulrich Zuenelli in Heinfels.
Die Firmenchefs bei der Feier in Bozen v.l.n.r.: Martin Loacker, Andreas Loacker, Ulrich Zuenelli
„Società benefit“ und Engagement für die Zukunft
Anlässlich seines hundertjährigen Bestehens macht Loacker einen historischen Schritt hin zur „Società benefit“, zu einer Gesellschaft, die auch Ethik, Nachhaltigkeit und Transparenz in ihren Statuten verankert. „Unsere Mission hört nicht bei den Produkten auf, die wir anbieten, sondern erstreckt sich auch auf die Verantwortung, die wir gegenüber den Menschen und der Umwelt haben. Ziel ist es, bis 2027 die B-Corp-Zertifizierung zu erlangen und damit Teil eines globalen Netzwerks von Unternehmen zu werden, die sich für Veränderungen einsetzen und einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und den Planeten haben“, so Zuenelli.
Loacker hat sich entschieden, seine ersten 100 Jahre mit großen Stadterneuerungsprojekten in Bozen und anderen italienischen Städten zu feiern – angefangen bei hundert Bäumen, die im Rahmen eines Revitalisierungsprojektes der Gemeinde Bozen an der Grieser Wassermauer gepflanzt werden, bis hin zur nationalen Zusammenarbeit mit Legambiente bei der Umgestaltung der Via Sacchini in Mailand.

Neues Technologiezentrum
Inzwischen hat Loacker auch das Projekt zum Bau eines Technologiezentrums für Forschung und Entwicklung in Unterinn gestartet. „Es wird ein Innovationszentrum sein, das technologischen Fortschritt und ökologische Verantwortung miteinander verbindet. Die Anlage, die bis 2027 fertiggestellt werden soll, wird Labors, Creative Kitchen und Räume für die Konzeption und Realisierung neuer Entwicklungen beherbergen: den Forschungsbereich lab-scale und den multifunktionalen scale-up-Raum für die halbindustrielle Produktion von Innovationen“, informierte Verwaltungsrat-Vizepräsident Andreas Loacker.
v.l.n.r.: Christine Zuenelli-Loacker, Verwaltungsratspräsident Ulrich Zuenelli, Vizepräsident Andreas Loacker
Eine neue Botschaft zum Jubiläum: „Rebellen wählen nur Gutes“
Das Jubiläum markiert auch den Beginn einer neuen Unternehmensbotschaft, die in die Zukunft blickt: „Rebellen wählen nur Gutes“. Auch die Partnerschaft „Athlets of Goodness“, die Zusammenarbeit mit erfolgreichen Südtiroler Wintersportlern, bereichert das 100-Jahr-Jubiläum. Loacker ist, neben vielen weiteren Sponsoring-Tätigkeiten, auch ein spezieller Sponsor der Ausstellung „Food Sound – Der verborgene Klang der Nahrung“, die bis zum 11. Jänner 2026 im MUSE, dem Wissenschaftsmuseum von Trient, zu sehen ist.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger, Loacker