Osttiroler gaben bei Erzbergrodeo mächtig Gas

Martin Ortner, Robert Resinger und Manuel Jestl mischten beim weltweit größten Offroadevent, das vom 29. Mai bis 1. Juni in Eisenerz ausgetragen wurde, gehörig mit.

Mehr als 1 500 Motorrad-Offroadfahrer aus aller Welt verwandelten die steirische Stadt Eisenerz heuer zum 20. Mal in das Zentrum der internationalen Offroadszene. Auch zwei Matreier mischten für das Team KTM Walzer beim Erzbergrodeo kräftig mit.

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Für Martin Ortner aus Matrei vom Team KTM Walzer begann das Rennwochenende ganz nach seinem Geschmack. Mit einer Zeit von 11:29,09 Minuten hämmerte er seine KTM 300 EXC Zweitakt beim Prolog-Rennen am Freitag, 30. Mai, auf den 28. Platz und katapultierte sich so im Starterfeld von über 1 500 Teilnehmern mitten unter die Weltelite. Bereits in der zweiten Kurve brachte ihn ein kleiner Fehler zu Sturz. Er fuhr das Rennen aber zu Ende und bemerkte erst im Ziel die Schmerzen an seinem Unterarm und seine Verletzung am Ellbogen.

„Im Krankenhaus wurde die Wunde gereinigt, ein Teil des Schleimbeutels entfernt und ein Spaltgips angelegt. Ich konnte mich beim Prolog-Rennen trotz des Sturzes mitten unter den Superstars platzieren, das gibt mir Hoffnung für das nächste Jahr“, so Ortner, für den das Erzbergrodeo leider schon nach dem ersten Rennen zu Ende war.

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Beim Prolog-Rennen ebenfalls in die erste Startreihe stellen konnte sich der Matreier Robert Resinger, ebenfalls Team KTM Walzer. Er bewältigte die 13 Kilometer lange Strecke mit einer Zeit von 11:29,984 Minuten. Beim Hare Scramble-Rennen am Sonntag, 1. Juni, zeigte er auf seiner 300er KTM EXC Zweitakt auf und kämpfte sich bis zum Ertönen des Signals nach vier Stunden Schieben, Ziehen und Heben des über hundert Kilo schweren Bikes bis zur Sektion Dynamite und Checkpoint 21 vor. Er wurde damit auf den hervorragenden 35. Platz gewertet.

„Mir ging es nach dem Checkpoint Dynamite körperlich noch so gut, dass ich beschloss, die letzten Meter bis ins Ziel fertig zu fahren. Am Ende fehlten mir nur ein wenig mehr als zehn Minuten für die Zielankunft in der regulären Renndauer. Ich weiß nun, dass ein Durchkommen beim Hare Scramble für mich möglich ist und werde im nächsten Jahr alles versuchen, um innerhalb der Deadline von vier Stunden zu finishen“, meinte Resinger am Ende des Rennens.

Manuel Jestl aus Virgen erkämpfte sich beim Hare Scramble-Rennen den ausgezeichneten 37. Platz.

Manuel Jestl aus Virgen erkämpfte sich beim Hare Scramble-Rennen den ausgezeichneten 37. Platz.

Knapp hinter Robert Resinger – nämlich auf dem 37. Platz – konnte sich beim Hare Scramble der 23-jährige Manuel Jestl aus Virgen platzieren. Der Fahrer des Teams Obereder Motos kämpfte sich mit seiner Husqvarna TE 300 Zweitakt von Checkpoint zu Checkpoint. Als nach vier Stunden das Signal ertönte, war Jestl am Checkpoint 19 und damit noch nicht ganz am Ziel, das bei Checkpoint 23 liegt. Für das Erzbergrodeo 2015 hat sich der junge Virger wieder viel vorgenommen.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Rene Novak, Monika Steiner

 

03. Juni 2014 um