Turbulenter 31. Laserzlauf – Martin Weißkopf siegte
Der 31. Laserzlauf der Alpenraute Lienz konnte am Sonntag, 6. März 2016, trotz viel Neuschnees, Lawinenwarnstufe 4 und einiger Schneebretter stattfinden.
„Bis auf einen Vulkanausbruch hatten wir in den letzten fünf Jahren alles“, brachte es ein Mitglied des OK-Teams des Laserzlaufes auf den Punkt. Bis zu einem halben Meter Neuschnee auf 1.600 Metern Seehöhe, Lawinenwarnstufe 4 und einige Schneebretter zwischen Dolomitenhütte und Insteinalm – das veranlasste die Streckenmannschaft, die auf der Alpenrautehütte übernachtete, auch die Ersatzstrecke noch einmal zu ändern. Um 6.00 Uhr in der Früh entschied man sich für folgende Route: Start in Tristach, Aufstieg über die so genannte „Bamriese“ bis zur Dolomitenhütte, Abfahrt bis zum Kreithof, für die Rennklasse nochmaliger Aufstieg zur Dolomitenhütte und wieder Abfahrt bis zum Kreithof. Die Tourenklasse hatte 950 Höhenmeter und die Rennklasse 1.530 Höhenmeter zu bewältigen.

Das trübe Wetter im Startgelände änderte sich nach ca. 100 Höhenmetern, und oberhalb der Nebeldecke bot sich den SportlerInnen eine traumhafte Winterlandschaft. Der Prägratner Martin Weißkopf ließ vom Start weg keinen Zweifel aufkommen, dass der Sieg über ihn führt. Locker stieg er der „Bamriese“ entgegen, lief bei den ersten beiden Wechselzonen einen Vorsprung von vier Minuten heraus und baute diesen bis zum Ziel auf 7,5 Minuten aus. Mit einer Zeit von 1:20:43.62 siegte Weißkopf souverän vor Horst Kofler aus dem Südtiroler Ahrntal (1:28:11.13) und Helmut Aichholzer aus Oberdrauburg (1:30:29.66).

Nur zwei Damen liefen in der Rennklasse mit. Die Matreierin Barbara Presslaber brauchte für die Strecke eine Zeit von 1:57:59.40, Lucia Strohmeier aus Deutschland war nach zwei Stunden, drei Minuten und 25.12 Sekunden im Ziel. Die Tourenklasse entschied Franz Klocker vom SV Dobernik Tristach (1:04:12.60) vor dem Oberlienzer Franz Rienzner (1:06:32.60) und Toni Kutmom aus Mils (1:06:35.09) für sich.

„Mit 42 Teilnehmern wurden wir heute sicher unter dem Wert geschlagen. Aber das viele Lob der SportlerInnen und Zuschauer hat uns in unserer Entscheidung, das Rennen trotz widriger Verhältnisse durchzuführen, absolut bestätigt“, so Alpenraute-Obmann Markus Huber bei der Siegerehrung. Auch wenn es viel Kraft, Zeit und Nerven koste, sich immer wieder auf neue Bedingungen einzustellen, bleibe die Alpenraute mit dem Laserzlauf im alpinen Gelände. „Wir freuen uns schon auf den 32. Laserzlauf und hoffen, dass er nach sechs Jahren endlich wieder über das Laserztörl geführt werden kann“, so Huber.
Ergebnisliste hier zum Download
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images
