Top-Platzierung für Judoka Simon Gaschnig
Am vergangenen Wochenende trafen sich in Bischofshofen die besten Judoka aus ganz Österreich, um die österreichischen Meister in den Altersklassen U18 und U21 zu ermitteln.
294 Athletinnen und Athleten aus allen 9 Bundesländern nahmen an beiden Tagen an den Wettkämpfen teil. Bei den U18-Meisterschaften am Samstag kämpften 180 Teilnehmer. Mit dabei in dieser Altersklasse waren Simon Gaschnig und Matthias Forcher von der Judo Union Raiffeisen Osttirol. Gaschnig, der mit Jahrgang 1999 heuer erstmals in diesem Altersbereich kämpfte, präsentierte sich in bester Form. Im Feld der 18 stärksten Judoka Österreichs in der Gewichtsklasse -73 kg erwischte er einen glänzenden Auftakt. Nach einem Freilos in Runde eins besiegte er in Runde zwei den Kärntner Andreas Santner bereits nach wenigen Kampfsekunden mit Ippon. Mit feiner Judotechnik setzte sich Simon auch in seinem Drittrundenkampf gegen den Innsbrucker Ahmed Badran durch, indem er diesen durch eine Finte mit Ippon vorzeitig auf den Rücken legte. Damit stand Simon im Semifinale im Kampf um den Einzug ins Finale, wo er auf den starken Wiener Nikita Pikulenko, einen gebürtigen Esten, traf. Dort lieferte Simon einen beachtlichen Kampf. Er kämpfte höchst diszipliniert, es gelang ihm das eine und das andere Mal, die gekonnten Angriffe seines Gegners zu parieren. Nach Ende der Kampfzeit stand Pikulenko dann aber als verdienter Sieger nach Punkten auf der Matte und stieg ins Finale auf. Simon blieb damit das „kleine Finale“ um Bronze, wo er gegen den Grazer Ramzan Reschidow das Nachsehen hatte. Der Osttiroler musste sich mit dem fünften Platz zufrieden geben.
Gute Figur machten Simon Gaschnig (re) und Matthias Forcher (li) bei den nationalen U18-Meisterschaften in Bischofshofen.
Eine gute Leistung bot Matthias Forcher, der in der mit 24 Athleten am stärksten besetzten Gewichtsklasse an den Start ging. Matthias startete mit einem Ippon-Sieg gegen den Eisenstädter Andre Sandal in den Wettkampf, verlor jedoch in Runde zwei gegen den Leibnitzer Valentin Schnabel. Nachdem dieser im Semifinale ausschied, blieb Matthias – ohne die Chance auf eine Hoffnungsrunde – leider auf der Strecke und beendete die Meisterschaft ohne Platzierung.
Hochspannung im Kampf um den Einzug ins Finale: Simon Gaschnig (im blauen Judogi) im Fight gegen Nikita Pikulenko.
Lob für den Auftritt seiner Schützlinge gab es von Trainer Michl Rainer: „Die Burschen haben einen starken Wettkampfcharakter gezeigt und mit den besten Judokas Österreichs auf Augenhöhe gekämpft. Und wie ich die beiden kenne, werden sie ihre Leistungen schon bei den kommenden Wettkämpfen weiter steigern wollen.“
Text: Sport Redaktion, Fotos: Rainer

