Streif Vertical Up: Wibmer versucht Titelverteidigung
Im Vorjahr bezwang der Matreier Ingemar Wibmer die Streif in Kitzbühel bergauf am schnellsten – am 28. Februar geht er bei diesem harten Rennen erneut an den Start.
Als „König der Streif“ wurde Ingemar Wibmer im Vorjahr gefeiert. Er bewältigte die 3.312 Meter lange Strecke am Kitzbühler Hahnenkamm mit einem Höhenunterschied von 860 Metern in einer Zeit von 34:18 Minuten und ließ damit sogar den 1.000 Höhenmeter-Weltrekordhalter Urban Zemmer hinter sich. Mit Spikes auf den Schuhen hatte sich der Matreier über die weltberühmte Streif hochgekämpft. Die fünfte Auflage des Streif Vertical Up geht am 28. Februar 2015 über die Bühne.
Ziel dieser Schlacht am Hahnenkamm ist es, die Original-Streif vertikal so schnell wie möglich zu bezwingen. Regeln gibt es dabei so gut wie keine – Touren- oder Langlaufski, Schnee-, Lauf- oder Bergschuhe, solange man die eigene Kraft und keinen Motor verwendet, sind alle Hilfsmittel erlaubt. Spikes und Steigeisen werden gerne verwendet, um sich auf dem steilen Gelände der berühmtesten Abfahrtsstrecke der Welt halten zu können.
„Ich bin ganz gut in Form, aber die Titelverteidigung am Hahnenkamm ist für mich nicht sehr realistisch. Die Top-Favoriten sind sicher Welktrekordler Urban Zemmer, Profilangläufer, Olympiasieger und Weltmeister Christian Hoffmann sowie der slowenische Nationalteamläufer Kuhar Nejc“, so Ingemar Wibmer im Gespräch mit Osttirol heute. In der Rennklasse werden rund 430 Athleten an den Start gehen, in der Rucksackklasse ca. 550 Sportler. Auch der Prägratner Skibergsteiger Martin Islitzer hat sich für das Streif Vertical Up angemeldet.
„Wenn ich einen ganz guten Tag habe, kann ich unter die Top 5 kommen, aber eher wird es mit der starken Besetzung von heuer wohl ein Platz zwischen 5 und 10″, gibt sich Ingemar Wibmer bei der Einschätzung seiner Chancen eher verhalten. Unter dem Motto „Vertical Visions“ wird im Race-Village gegenüber des Hahnenkamm-Parkplatzes auch ein attraktives Rahmenprogramm mit Sportfachmesse und Vortrag des bekannten Skialpinisten Axel Naglich (Mount St. Elias) geboten. Der Startschuss für die Schlacht am Hahnenkamm fällt am Samstag, 28. Februar, um 18.30 Uhr.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Michael Werlberger

