Ride Free Downhill Bike Race in Lienz: Osttiroler Talent Jamie Schmölzer brillierte
Der Bikepark Lienz verwandelte sich von 1. bis 3. August in den Nabel der europäischen Downhill-Szene. Über 20 Nationen waren am Hochstein vertreten. In der Königsklasse Elite Men setzte sich der Deutsche Simon Maurer durch.
Rassige Kurven, waghalsige Sprünge und knappe Hundertstelsekunden-Entscheidungen: Mit dem 5. Ride Free Downhill Bike Race war Lienz erstmals Station des internationalen IXS Downhill Cups und zugleich Teil der nationalen Auner Austrian Gravity Series – und damit Austragungsort zweier renommierter Rennserien auf nationaler und europäischer Ebene.
Veranstaltet wurde das Event vom Verein Ride Free Osttirol mit starker Unterstützung des Tourismusverbandes Osttirol als Hauptsponsor. Der Tourismusverband ist auch der Erbauer des Bike-Parks, der von den Lienzer Bergbahnen AG betrieben wird. Die Bergbahnen trugen ebenfalls maßgeblich zur professionellen Umsetzung der Veranstaltung bei.
Die Organisatoren Rene Unterwurzacher (links) und Markus Senfter vom Verein Ride Free Osttirol wurden vom Tourismusverband Osttirol und der Lienzer Bergbahnen AG kräftig unterstützt.
In der Königsklasse Elite Men setzte sich der Deutsche Simon Maurer mit einer Tagesbestzeit von 3:33.278 Minuten durch, gefolgt von seinem Landsmann Timo Pries (3:37.070).
Für die emotionale Sensation sorgte allerdings ein Local Hero: Der Osttiroler Jamie Schmölzer vom veranstaltenden Verein Ride Free Osttirol fuhr mit 3:37.137 Minuten nicht nur in der Kategorie Pro U19 male souverän auf Platz 1, sondern schaffte auch in der Gesamtwertung Elite Men einen eindrucksvollen dritten Rang – ein starkes Zeichen für den Osttiroler Rennsport-Nachwuchs.
Der Lienzer Jamie Schmölzer (links) setzte sich in seiner Kategorie Pro U19 male souverän durch und wurde in der Gesamtwertung Elite Men Dritter.
Das Rennen zählte gleichzeitig zum internationalen IXS Downhill Cup (Stufe unterhalb des European Downhill Cups) und zur Auner Austrian Gravity Series – dem österreichischen Downhill-Cup, organisiert vom Lines-Magazin. Die Downhill-Racer reisten aus ganz Europa an, um auf der 2 km langen Strecke mit 350 Höhenmetern am Hochstein um Punkte für die Serienwertung zu kämpfen.
Die Strecke entsprach größtenteils dem bekannten Alban Lakata Trail – präpariert, abgesteckt und betreut mit höchstem Sicherheitsstandard durch 18 Streckenposten, 12 Bergretter sowie Notarzt- und Rettungsteams vor Ort.
An die tausend Besucherinnen und Besucher durften die Veranstalter trotz Schlechtwetters am Lienzer Hochstein begrüßen.
Mit der erstmaligen Austragung eines IXS-Cup-Rennens in Österreich wurde Lienz als vierter Tour-Stopp der Serie neben Ilmenau (D), Bellwald (CH) und Spicak (CZ) neu in den Kalender aufgenommen. Auch die Auner Austrian Gravity Series machte erneut Station in Osttirol, weitere Austragungsorten sind Leogang, Wexl Trails oder Serfaus-Fiss-Ladis. Damit positioniert sich der Bikepark Lienz als ernstzunehmender Player in der europäischen Gravity-Szene.
An den drei Veranstaltungstagen absolvierten die rund 300 Starter:innen ein umfangreiches Programm: Von Track Walks über mehrere Trainingsslots bis zum Seeding Run am Samstag und dem alles entscheidenden Finale am Sonntagmittag. Gefahren wurde in 15 Klassen – von den Rookies U13 über die Pro Masters bis hin zur Elite. Teilnehmen durfte nur, wer eine gültige UCI-Lizenz oder Cycling Austria Member Card vorweisen konnte.

Neben sportlicher Spitzenleistung wurde den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern auch ein attraktives Rahmenprogramm geboten: Am Freitagabend sorgte Julias Jukebox, am Samstag die Kultband Jimmy and the Goofballs für ausgelassene Stimmung im Festzelt am Fuße des Hochsteins – ein gelungener Rahmen für ein Event, das sportlich wie organisatorisch neue Maßstäbe in Osttirol gesetzt hat.
Text: Redaktion, Fotos: Marcel Zraunig


