Irschner Enduro-Ass Thomas Hecher holte sich bei ÖM-Rennen in Aspang den Sieg

In der Klasse ÖM Open gewann der 21-jährige Oberkärntner das siebte Rennen der Österreichischen Enduro-Meisterschaft in Aspang. Bei der Weltmeisterschaft in Italien holte Tom Hecher in der Klasse E3 (2-Takt-Motoren) eine Goldmedaille.

Das AspangRace ist nach dem legendären Erzbergrodeo das zweitgrößte Enduro-Rennen in Österreich. Es findet im Bergwerk von Aspang-Markt statt – eine spektakuläre Kulisse mit Schottergruben, Waldpassagen und steilen Anstiegen. „Das Rennen dauert drei Stunden – alle anderen Rennen der Österreichischen Enduro-Meisterschaft nur zwei. Schon allein deshalb ist dieses Race besonders hart“, so Tom Hecher, der sich in der Klasse ÖM Open in souveräner Manier den Sieg vor den beiden Steirern Maurice Egger und Valentino Hutter sicherte.

 

Das AspangRace war von 5. bis 9. September die siebte und vorletzte Station der Österreichischen Enduro-Meisterschaft. Thomas Hecher gewann vor Maurice Egger und Valentino Hutter.

 

In der Elite-Klasse holte sich der Irschner mit seiner GasGas in Niederösterreich den dritten Platz hinter dem Italiener Andrea Verona und dem Salzburger Michael Walkner. „Dazu muss man allerdings wissen, dass Andrea ein fünffacher Weltmeister und Red Bull Werksfahrer ist. Auch Michael ist vor seinem Rücktritt Ende 2024 für Red Bull gefahren“, erklärt Tom dazu. Er gewann aber auch in dieser Klasse den Holeshot und führte zwei Runden lang das Feld an, bevor ihn Andrea Verona überholte.

In der Gesamtwertung der Österreichischen Enduro-Meisterschaft belegt der Oberkärntner Enduro-Racer, der für das Team Obereder Motos fährt, aktuell den zweiten Platz hinter Maurice Egger. „Ich konnte zwei Rennen nicht mitfahren, weil ich damals bei der Europa-Meisterschaft in Portugal im Einsatz war. Maurice kann ich damit nicht mehr einholen, aber ich gehe mit voller Entschlossenheit in die finalen Rennen in Oberwölz, um mir den Vizestaatsmeister-Titel zu sichern. Einen Ausfall kann ich mir allerdings auch bei diesen Rennen nicht leisten.“

 

Tom Hecher holte bei der Weltmeisterschaft in Italien in der Klasse E3 eine Goldmedaille.

 

Bei der sechstägigen Enduro-Weltmeisterschaft, die von 24. bis 29. August in Italien über die Bühne ging, war Thomas Hecher für das österreichische World Trophy Team gemeinsam mit dem Steirer Maurice Egger und den beiden Tirolern Lukas Neurauter und Bernhard Schöpf im Einsatz. Gewonnen hat die Weltmeisterschaft das Gastgeberland Italien vor Schweden und Frankreich. Das Team Österreich holte sich den zehnten Platz.

„Unser Ziel war es, unter die Top Ten zu kommen. Pro Tag saßen wir 6,5 Stunden auf der Maschine. Auf verschiedenen Strecken im Raum Bergamo waren zehn Sonderprüfungen und dazwischen Etappen zu absolvieren“, erklärt der Irschner dazu.

In der Einzelwertung holte Tom Hecher bei der Weltmeisterschaft in der Klasse E3 (2-Takt-Motoren) mit seiner GasGas EC 300 eine Goldmedaille. „Die Weltmeisterschaft war eine großartige Gelegenheit, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Ermöglicht haben uns dies unsere Sponsoren, bei denen ich mich herzlich bedanken möchte. Ein großer Dank gilt aber auch unserem Teammanager Florian Reichinger, der uns hervorragend betreut hat“, so der Enduro-Racer aus Irschen abschließend.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: privat

08. September 2025 um