„Heiße“ Drifts auf 1.600 Metern Seehöhe
Formel 1-Pilot Verstappen testete am 14.1. den Grip auf ungewohnt coolem Untergrund. Wir waren als einziges Osttiroler Medium bei dem spektakulären Show-Run live mit dabei.
Ein Formel 1-Auto sieht man live nur selten, im Schnee mitten in den Bergen eigentlich nie. Für eine Ausnahme sorgte gestern, 14.1.2016, das Red Bull-Team, das für seine stylisch-verrückten Show-Aktionen ja schon hinlänglich bekannt ist. Um 11.00 Uhr wurde am Donnerstag hoch oben in den Kitzbüheler Bergen, im Event-Gelände im Bereich Walde, rund drei Gehminuten von der Bergstation der Hahnenkamm-Bahn entfernt, der erste Formel 1-Showrun in den Alpen gestartet.
Schneeketten am Formel 1-Boliden: In einem Modell dieses RB7 von 2011 gewann Sebastian Vettel seinen zweiten Titel.
Am Steuer des RB7-Showcars, dessen Pirelli-Reifen von den Red Bull-Technikern mit eigens angefertigten Schneeketten ausgestattet wurden, saß der niederländische Formel 1-Pilot Max Verstappen. Auf rauchende Gummis mussten die Zuschauer verzichten, dafür staubte der Bolide den Zaungästen den Schnee immer wieder ordentlich ins Gesicht. Der junge Toro-Rosso-Pilot hatte sichtlich Mühe, die Kraft des 750 PS starken V8-Saugmotors zu bändigen, obwohl die Ingenieure dem Renault-Motor extra ein neues Mapping zur Verbesserung der Fahrbarkeit bei den anspruchsvollen Bedingungen in 1.600 Metern Höhe verpasst hatten. „Es war richtig cool und hat viel Spaß gemacht. Das Auto hat sich aber immer wieder in den Schnee eingegraben und war schwer zu kontrollieren“, so der 18-jährige Niederländer bei der anschließenden Pressekonferenz, bei der auch Motorsport-Legende Gerhard Berger und Red Bull-Berater Helmut Marko den Medien Rede und Antwort standen.
Eine coole Aktion, von der wir spektakuläre Bilder mitgebracht haben. Viel Spaß beim Durchklicken!
Text: E. Hilgartner, Fotos: Osttirol heute/David Hotzler

