Faymann: „Meine Vision ist ein sozialeres Europa!“

Rund 130 SPÖ-MitarbeiterInnen aus ganz Österreich halten derzeit ihre Jahreskonferenz in Osttirol ab. Bundeskanzler Werner Faymann ist nach 6 Jahren wieder im Bezirk Lienz.

faymann_hk_1Ein Mal jährlich treffen sich die hauptamtlichen BezirksgeschäftsführerInnen der SPÖ irgendwo in Österreich, um wichtige Themen der Partei bei einer Konferenz zu diskutieren. Heuer haben sich die SPÖ-MitarbeiterInnen Osttirol als Tagungsort ausgesucht. Wichtige SPÖ-Themen – wie die Parteireform oder die basisdemokratische Erneuerung der Statuten – werden dabei diskutiert, berichtet der Osttiroler Bezirksgeschäftsführer und Lienzer Gemeinderat Andreas Hofer.

Bundeskanzler und Bundesparteivorsitzender Werner Faymann mit Gattin Martina Ludwig-Faymann, Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Schmid und der neue Kommunikationschef der Partei, Matthias Euler-Rolle, sind unter den rund 130 Personen, die am Dienstag, 3. November 2015, zur Konferenz nach Osttirol anreisten. „Weil in Lienz jetzt im November kein Hotel mehr offen hat, das für 130 Gäste Platz bietet, sind wir in das Golfhotel nach Lavant ausgewichen. Dieser Betrieb hat extra noch einmal für die Konferenz aufgesperrt“, erklärt Hofer den Grund, warum die SPÖ in einem Beherbergungsbetrieb der gehobenen Kategorie abgestiegen ist.

Am Dienstagabend begrüßte im Golfhotel zunächst die Lienzer Bgm. LA DI Elisabeth Blanik die Gäste. Am Rande gestreift hat der Bundeskanzler in seiner Ansprache auch die Flüchtlingskrise und lokalpolitische Themen. Die Osttiroler SPÖ-Bezirksorganisation mit Elisabeth Blanik und dem Leisacher Bgm. Dietmar Zant lobte er in hohen Tönen. Besondere Einblicke in die Region wollte Andreas Hofer und seinen SPÖ-KollegInnen mit dem Rahmenprogramm gewähren und organisierte einen Besuch der Dolomitenhütte. „Auch die Dolomitenhütte hat normalerweise derzeit geschlossen, die Wirtsleute haben aber am Dienstagabend für uns die Pforten geöffnet. Werner Faymann und seine Gattin haben uns gesagt, dass sie sich auf der Hütte sehr wohl fühlen. Ich habe den Bundeskanzler als sehr einfachen Menschen erlebt, der sich für jeden einzelnen Mitarbeiter Zeit nimmt. Außerdem hat er unsere Arbeit sehr gelobt. Schön zu hören in einer Zeit, in der Lob eher selten geworden ist“, erzählt Andreas Hofer. Auf die Frage eines Bezirksfunktionärs nach seiner Vision hätte Werner Faymann spontan geantwortet: „Ich wünsche mir ein sozial gerechtes Österreich in einem sozial gerechten Europa, und dafür setze ich mich ein!“. Die SPÖ-Konferenz in Lavant dauert noch bis Donnerstagmittag.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Kraner

04. November 2015 um