Die „Eisernen Vier“ beim Dolomitenmann 2015

Drei Sportler aus Osttirol und einer aus Saalfelden, die sonst eher bei Triathlons antreten, bilden heuer ein Team beim Extremsport-Event in den Lienzer Dolomiten.

norbertp1a-4c„Iron4 – powered by notarmayr“ nennen sich die vier Athleten beim Dolomitenmann – der Lokführer Franz Fröschl aus Oberdrum, der Betriebswirt Mag. Martin Umgeher, der Notar Mag. Markus Mayr aus Lienz sowie Norbert Langbrandtner aus Saalfelden. Der ehemalige Triathlon-Profi ist dreifacher österreichischer Staatsmeister auf der Langdistanz im Triathlon und österr. Rekordhalter beim Ironman auf Hawaii. Ironman nennt man die Langdistanz beim Triathlon – 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen stehen bei diesem Bewerb auf dem Programm. Norbert Langbrandtner startet beim Dolomitenmann im Team der „Eisernen Vier“ als Paragleiter.

Erfahrung bei Ironman-Bewerben konnten alle Teammitglieder bereits sammeln. Am Dolomitenmann-Bewerb selbst nahm der Lienzer Markus Mayr bereits zehn Mal teil: 1 Mal als Bergläufer, 2 Mal als Biker und 7 Mal als Kanute. „Es hat auch einmal einen Winter-Dolomitenmann gegeben, bei dem ich als Langläufer am Start stand“, schmunzelt der Notar, der am 12. September im Wildwasser für „Iron4“ kämpfen wird. Seine Kollegen Martin Umgeher und Franz Fröschl sind hingegen heuer das erste Mal beim härtesten Teambewerb der Welt mit dabei.

„Bei der letzten Weihnachtsfeier des Schwimmvereins SC White Sharks – wir sind dort alle Mitglied – haben Markus, Martin und ich beschlossen, gemeinsam beim Dolomitenmann 2015 anzutreten. Norbert Langbrandtner haben wir uns als Paragleiter dazugeholt“, erklärt Franz Fröschl, wie es zur Teambildung und zur Anmeldung gekommen ist. Er und Markus Mayr haben sich heuer übrigens bereits auch der Herausforderung „Bike-Transalp“, bei der es in sieben Etappen über die Alpen (vom bayerischen Ruhpolding bis an den Gardasee) geht, gestellt. „Franz und sein Partner haben diesen harten Bewerb bewältigt. Von meinem Team bin leider nur ich am Gardasee angekommen“, berichtet Markus Mayr.

Das Motto der drei Musketiere „Einer für alle, alle für einen“ nennt er als „Kampfspruch“ für das „Iron4“-Team beim Dolomitenmann. „Die Strapazen können gemeinsam einfach leichter bewältigt werden“, hält Franz Fröschl einen ganz besonderen Vorteil eines aufeinander eingeschweißten Teams fest. Auch beim Ironman Austria am Wörthersee haben alle drei Osttiroler schon mitgemacht. „Dort haben wir uns näher kennengelernt“, erzählt Martin Umgeher, der von Bad Goisern nach Lienz gezogen ist. Erst vor Kurzem stand er bei der Ironman-WM in Zell am See am Start und ist auch für das Pewag Racing Team bei Triathlons erfolgreich im Einsatz.

Als positiven Aspekt werten die drei Athleten die Tatsache, dass sie beim Dolomitenmann zu jenen Teams zählen, die es auf das höchste Durchschnittsalter bringen. Franz Fröschl und Markus Mayr
sind 49, Norbert Langbrandtner bringt es auf 45 Lenze, und Martin Umgeher ist mit 42 Jahren das „Nesthäkchen“ im Team Iron4. „Eine hohe Leistungsfähigkeit ist natürlich die Grundvoraussetzung, wenn man beim Dolomitenmann mitmachen will. Mit meinen drei Partnern sind aber auch das Organisieren und Trainieren im Vorfeld des Events etwas ganz Besonderes, das mir viel Freude bereitet“, meint Markus Mayr. Und sein Teamkollege Franz Fröschl ergänzt: „Wir sind ein vollkommen
stressfreies Team. Natürlich müssen wir körperlich und mental alles geben, aber ich glaube, dass der Spaß bei uns viel mehr im Mittelpunkt steht als bei vielen anderen und vor allem jüngeren Dolomitenmännern.“

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Martin Lugger, Panaceo

11. September 2015 um