Deutsche dominierten den Eröffnungstag des Dolomitenlaufs
Drei deutsche Siege und einen Triumph für Italien gab es am 17.1. in der freien Technik. Für die rot-weiß-roten Ergebnisse in Obertilliach sorgten über 40 km Lokalmatadorin Eva Schmidhofer und der Steirer Max Hauke mit jeweils Rang 3.
Bei traumhaftem Winterwetter und perfekten Loipenbedingungen wurde das Dolomitenlauf-Wochenende mit den Rennen über 40 und 20 Kilometer in der freien Technik eröffnet. Über 600 Starter:innen aus 34 Nationen nahmen daran teil. Beim ältesten Volkslanglauf Österreich, auch Gründungsmitglied des weltumspannenden Worldloppet, startete mit Franz Föttinger auch erstmals der CEO von Fischer. Über 100 Mitarbeiter:innen sorgten für einen reibungslosen Ablauf und Volksfeststimmung in Obertilliach.
Highspeed-Rennen im Lesachtal
Alle Rennen hatten eines gemeinsam: extrem schnelle Zeiten. Über die 20 km siegte im Zielsprint der 25-jährige Deutsche Marius Bauer, der sich auf den letzten Metern gegen seine beiden Fluchtgefährten Julian Brunner (ITA) und Toni Escher (GER) durchsetzen konnte. Er absolvierte das Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,3 km/h. „Es war traumhaft zum Laufen und bei meiner Premiere in Osttirol gleich ein Sieg – was gibt es Schöneres“, sagte der ehemalige deutsche Meister über die 30 km und Vorjahres-Studentenweltmeister im Teamsprint. Als bester Österreicher belegte der Steirer Hannes Seebacher den sechsten Platz. Bei den Damen kam es ebenso zu einem Fotofinish: Die Italienerin Julia Kuen, im Vorjahr Siegerin über die Skating-Langdistanz beim Dolomitenlauf, ließ der Deutschen Sophie Lechner keine Chance. Dritte wurde Kuens Landsfrau Regina Gartner mit einem Respektabstand. „Der Dolomitenlauf liegt mir. Ich freue mich irrsinnig über meinen Sieg“, so Kuen.
Zielsprint der Männer nach 40 Kilometern: Jakob Milz (D) siegt vor Landsmann Max Olex und dem Steirer Max Hauke.
Deutscher Doppelsieg auf Langdistanz
Beim 40 km-Rennen bildete sich rasch eine vierköpfige Spitzengruppe, mit dabei der ehemalige Weltcupläufer Max Hauke und Ex-Dolomitenlaufsieger Max Olex aus Deutschland, dessen Landsmann Jakob Milz sowie den Kärntner Philip Wieser. Dieses Quartett baute bis zum Finale den Vorsprung deutlich aus und machte schließlich den Sieg unter sich aus. Im Zielsprint war der 25-jährige Deutsche Jakob Milz nicht zu schlagen. Er verwies seinen Teamkollege Max Olex, Stammgast auf den Podien des Dolomitenlaufs, auf den zweiten Platz. Dritter wurde knapp dahinter der Steirer Max Hauke. Hinter Wieser landete Clemens Blassnig als bester Osttiroler mit rund dreieinhalb Minuten Rückstand auf dem sechsten Platz. „Die beiden Österreicher Max Hauke und Philip Wieser haben heute ungemein Tempo gemacht. Ich fühlte mich auf den letzten Kilometern noch ganz frisch und wir freuen uns riesig über den Doppelsieg. Für mich war es der erste Start in Osttirol“, jubelte Sieger Jakob Milz. Max Hauke, der beste Österreicher, meinte: „Es war traumhaft zu laufen – schnell und griffig. Leider fehlten mir auf den letzten Metern einige Körner für den Sieg.“
Osttirolerin Eva Schmidhofer am Podium
Beim Langdistanz-Rennen der Damen kam es zum dritten Sieg für das deutsche TERREX XC Ski Team beim vierten Rennen. Vier Damen prägten lange Zeit das Geschehen, ehe sich wenige Kilometer vor dem Ziel die Deutsche Miriam Reisnecker absetzen konnte. Sie gewann schließlich 13 Sekunden vor ihrer Landsfrau und Teamkollegin Alexandra Danner. „Das war ein großartiger Tag für unser Team. Meine Skier gingen extrem schnell und das konnte ich im Finale gut ausnützen.“ Die Innervillgraterin Eva Schmidhofer landete wie im Vorjahr, als sie zwei Mal Dritte wurde, auf dem Podest und wurde erneut Dritte: „Ich bin absolut zufrieden. Morgen werde ich auf der Kurzdistanz wieder Vollgas geben!“
Text: Redaktion, Fotos: © Expa Pictures


