Alte Rennboliden fahren am Großglockner auf

Mit der zweiten Ausgabe des „Internationalen  Großglockner Grand Prix“ wird auf der Hochalpenstraße vom 5. bis 7. September 2013 Motorsportgeschichte lebendig.

75 Starterteams werden vom 5. bis 7. September mit klassischen Fahrzeugen in Zell am See und in Fusch-Ferleiten auf der Salzburger Seite der Großglockner Hochalpenstraße mit Gleichmäßigkeitsfahrten an eine Zeit erinnern, in der die Hochalpenstraße nicht nur eine Aussichtsstraße, sondern auch eine Rennstrecke war. In den Jahren 1935, 1938 und 1939 fanden auf der Strecke „Kassenstelle Ferleiten bis Fuscher Törl“ auf fast 15 Kilometern internationale Rennläufe statt.

Als Revival wird heute in einer Gleichmäßigkeitsveranstaltung nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Exaktheit gefahren. Im letzten Jahr fuhr bei der Premiere des Revival-Rennens Jochen Mass auf dem Siegerauto des Großglockner-Rennens von 1939, einem mächtigen Mercedes-Benz Silberpfeil Typ W125. Hans Herrmann startete in einem Porsche Bergspyder des Models 550. Heuer wird am Freitag, 6. September, um 15.00 Uhr, und am Samstag, 7. September, um 9.00 Uhr, sowie nochmals zur letzten Auffahrt um 15.00 Uhr gestartet. Der Fahrzeug-Check-In erfolgt am Donnerstag, 5. September, von 11.00 bis 18.00 Uhr, beim Ferry Porsche Congress Center in Zell am See.

Ein Höhepunkte im heurigen Jahr ist der Start des Rekordwagens „Mother Gun“,  einem Bentley Einsitzer aus dem Jahr 1927, seinerzeit unter anderem gefahren von Prinz Michael of Kent, einem Cousin von Königin Elisabeth II., Jochen Mass wird im schnittigen Mercedes-Benz 300 SL Gullwing zu sehen sein, einem jener legendären Flügeltürer-Coupes, welches in den Fünfzigerjahren nirgendwo bei Motorsportereignissen in Europa fehlen durfte und fast immer siegreich war. Neben diesen beiden Fahrzeugen werden weitere 73 „Helden am Berg“ die Großglockner Hochalpenstraße bis hinauf zum Parkplatz am Fuscher Törl befahren und Zeugnis von der Leistungsfähigkeit der alten Motoren ablegen. Marken wie Jaguar, Bentley, Porsche, Mercedes-Benz, Lagonda, MG, Riley, Alvis, Bugatti, Ferrari, Maserati, Austin Healey sind vertreten. Am besten kann man die alten Boliden bei der Auffahrt ab dem Fahrerlager Ferleiten an der Kassenstelle und auf den Parkplätzen beim „Haus Alpine Naturschau“ und beim Restaurant am Fuscher Törl sehen und hören.

Die Hochalpenstraße wird von Ferleiten bis zum Fuscher Törl in festgelegten Zeitfenstern für den Verkehr komplett gesperrt. Sperrzeiten und weitere Informationen zum „2. Internationalen Großglockner Grand Prix 2013“ auf www.grossglockner.at

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: GROHAG

04. September 2013 um