Umfrage: Stadt Lienz analysiert Wirtschaftsstrukturen
Sechs Monate lang werden die bestehenden Strukturen im Einzelhandel, in der Gastronomie und im konsumorientierten Dienstleistungs- und Gewerbesektor untersucht.
Das Einkaufsverhalten hat sich in den letzten Jahren in Lienz stark geändert – einerseits durch das massive Ansteigen im Bereich des Online-Shoppings, andererseits durch den Rückzug von frequenzstarken Magnetbetrieben. Dem gegenüber stehen die wachsende Nachfrage für Bio- und Fairtrade-Produkte, neue Multi- und Crosschannel-Konzepte sowie die vermehrte Suche nach kleineren Flächen.
Die Stadtgemeinde Lienz setzt nun, unterstützt von der Wirtschaftskammer Tirol, auf eine tiefergehende Wirtschaftsstrukturanalyse. Diese startet Anfang April und umfasst sechs Bausteine, die sich mit dem Handel, der Gastronomie sowie dem Gewerbe- und Dienstleistungssektor auseinandersetzen.
Dabei werden nicht nur die Kaufkraftströme und Besuchsmotive der Lienzer und Osttiroler unter die Lupe genommen, sondern auch jene der Gäste aus Kärnten, Südtirol und Oberitalien. Auf Basis der gewonnenen Kennzahlen erfolgen Empfehlungen und Vorschläge für zukünftige Handlungsfelder.
Mit der Durchführung dieser Wirtschaftsstrukturanalyse wurde die Stadt- und Standortberatungsagentur CIMA Austria Beratung + Management GmbH beauftragt. Die Kosten belaufen sich auf 35.000 Euro, von denen 65 % aus der Förderschiene Leader der Europäischen Union stammen. Die restliche Summe teilen sich die Stadtgemeinde Lienz und die Wirtschaftskammer Tirol. Die Gesamtergebnisse liegen im Spätsommer 2023 vor.
Text: Redaktion, Foto: Stadt Lienz/Lenzer